Bei Merlins schleicht sich alte Schwäche ein

Basketball - Ganz ruhig sitzt Ingo Enskat bei der Pressekonferenz in seinem Sessel. Doch in ihm brodelt es. Seine Spielanalyse so sachlich, wie treffsicher: "Nach zwei kämpferisch ordentlichen Spielen ein unerwarteter Rückfall − das ärgert mich unheimlich." In erster Linie hob er damit auf die Viertel Nummer drei und vier ab, wo sich die Gastgeber nicht energisch gegen die sich anbahnende 72:88-Niederlage gegen Karlsruhe zur Wehr setzten.

Die Defense ging zu lax zur Sache. Zudem gelang es nicht, den gegnerischen Lauf zu stoppen. Die Wurfauswahl ließ ebenfalls zu wünschen übrig, musste Coach Willie Young nach der Partie einräumen. Zu Ende gingen am Samstag auch zwei Miniserien. Karlsruhe hatte zweimal in Folge verloren, Crailsheim die gleiche Bilanz mit positivem Vorzeichen zu Buche stehen. "Karlsruhe hatte den Ball unter Kontrolle. Wenn nicht, muss man sich auch mal hinschmeißen, und Ballbesitz für sein Team bekommen. Wir hingegen haben unser Heil in offensiven Einzelaktionen gesucht", sagte Enskat. "Im Übrigen", schob er auf entsprechende Frage, nach, "hat für uns der Abstiegskampf schon lange begonnen." Irgendwie schaffen es die Merlins nicht, aus dem Tabellenkeller heraus zu kommen und eine Serie zu starten.

"Wir haben noch viel Potenzial nach oben. Es kann nur besser werden gegen Nürnberg im nächsten Auswärtsspiel", sagte Enskat. Die NBCler haben zuletzt Klassenprimus und Aufsteiger Vechta ein Schnippchen geschlagen und dort mit 85:84 gewonnen. ht/red




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