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5000 Teilnehmer beim 6. Bottwartal-Marathon
Von Friedhelm Römer
Kamerastandort: Großbottwar Start- und ZielbereichKamerastandort: Beilstein
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Großbottwar - Einem Viertele konnte Joachim Scholz dann doch nicht widerstehen. Manfred Hollenbach, Bürgermeister von Murr, hatte seinen laufenden Amtskollegen auf dem dortigen Dorfplatz auf diese Weise empfangen. Trotz dieser kurzen Unterbrechung gelang es dem Oberbürgermeister von Neckarsulm, die halbe Distanz des 6. Bottwartal-Marathons am Sonntag in einer für ihn zufriedenstellenden Zeit unter 1:50 Minuten zu beenden. „Zwischenzeitlich kam sogar die Sonne heraus“, strahlte der OB im Ziel. Davon konnte man morgens beim Start noch nicht ausgehen. Bewölkter Himmel, regennasse Straßen und Temperaturen im einstelligen Bereich wirkten zunächst weniger motivierend. Doch es blieb zumindest trocken. „Der Himmel reißt auf, das wird ein wunderbarer Tag, sagte ein optimistischer Läufer vor dem Start.
Verpasst
Die Organisatoren freuten sich wie im Vorjahr über rund 5000 Teilnehmer an den beiden Tagen. Über die Marathon-Distanz gingen 571 Sportler ins Rennen, bei den beiden getrennt gestarteten Halbmarathons (Nord- und Südschleife) waren es zusammen 2378. Ein Marathonläufer hatte dagegen weniger Grund zur Freude. Aufgrund der nicht ganz einfachen Logistik und der unterschiedlichen Startzeiten hatte er seinen Start verpasst.
Die 400 Euro Prämie für den Sieg im Marathon sicherte sich der 23-jährige Kenianer Titus Kipchumba Kosgei. Platz zwei belegte Marco Diehl aus dem hessischen Butzbach. Bei Kilometer 30 schnappte er sich den zweiten Kenianer Andrew Kipchirchir Sitienei: „Da kommt mir meine Marathon-Erfahrung zugute.“ Diehl hat 80 Marathons hinter sich und am kommenden Sonntag mit dem Frankfurt-Marathon bereits den nächsten im Visier.
Motivation
Den Bottwartal-Marathon laufen viele ambitionierte Sportler vor allem aus Spaß, obwohl er nicht in ihren Laufplan passt. „Mich fasziniert immer wieder, was Großbottwar auf die Beine stellt“, lachte der Österreicher Bruno Schumi nach seinem Sieg im Halbmarathon auf der Nordschleife. „Die vielen Zuschauer an der Strecke und die Blasmusik haben mich mächtig motiviert.“
Auch die 25-jährige Branka Hajek von der LAZ Salamander-Kornwestheim-Ludwigsburg wollte unbedingt in Großbottwar laufen. Dabei war die Ludwigsburger PH-Studentin, die den Halbmarathon als zweitbeste Frau beendete, erst vor zwei Wochen deutsche Vizemeisterin im 100-Kilometer-Lauf in Ahrweiler geworden. „Deshalb fehlte mir jetzt die Spritzigkeit.“ In einer Woche startet sie beim Alb-Marathon in Schwäbisch-Gmünd über 50 Kilometer.
Christoph Kübel aus Steinheim hatte sich für die erstmals gelaufene Südschleife des Halbmarathons entschieden: „Die Zuschauer am Streckenrand können sicher noch zulegen.“ Diese Distanz entschied Marco Lack von der LG Neckar-Enz für sich: „Ich bin zwar zu schnell angegangen, habe den Lauf aber von Beginn an kontrolliert“, stellte er fest.
Ein positives Fazit zog auch Walter Blessing aus Tannheim, der nach knapp 1:40 Stunde über die Ziellinie lief und mit 70 Jahren einer der ältesten Teilnehmer war: „Das ist eine schöne Strecke, und mit der Musik wird es nicht so übertrieben wie beim Freiburg-Marathon.“ Deutlich höhere Temperaturen hätte sich die Siegerin der nördlichen Halbmarathon-Strecke, Christine Schleifer vom TriTeam Heuchelberg aus Schwaigern gewünscht: „Mir wäre es lieber gewesen, wenn es 20 Grad wärmer gewesen wäre.“
Ergebnisse
Marathon:
1. Titus Kipchumba Kosgei (SSV Ulm/2:29:08 Stunden);
2. Marco Diehl (Bottwartalkellerei-Team/2:34:29);
3. Kay-Uwe Müller (TSV Ilshofen/2:36:02);
4. Matthias Reischle (TSG Heilbronn/2:38:31).
5. Ralf Himmelsbach (Wohnbau Layher/2:40:17).
Halbmarathon (Nordschleife):
1. Bruno Schumi (KLC/1:12:33);
2. Ulrich Königs Therapie Reha Siegele/1:15:30);
3. Wolfgang Schütz (ULG/TV Flein/1:16:01);
4. Frank Thulmann (TC Backnang/1:16:50).
Halbmarathon (Südschleife):
1. Marco Lack (LG Neckar-Enz/1:12:04);
2. Bernhard Glasow (Satlynx1/1:19:44);
3. Michael Stiller (Esslingen/1:21:56);
4.Felix Baiker (DMG Kickboxen/1:21:58).
Halbmarathon (Nordschleife):
1. Bruno Schumi ( KLC/1:12:34)
2. Ulrich Königs (TherapieReha Siegele/1:15:32)
3. Wolfgang Schütz ( ULG/TV Flein/1:16:03)
4. Frank Thulmann (TC Backnang/1:16:51)
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18. Oktober 2009
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