Interesse an neuerlicher Kooperation zwischen Adlern und Falken

Eishockey  Die Adler Mannheim wollen sich neu aufstellen – und haben dabei offenbar die Heilbronner Falken als neuen alten Kooperationspartner auf dem Wunschzettel. Unterdessen scheint sich ein Gerücht um das Falken-Traineramt nicht zu bestätigen.

Von Martin Peter

Einem Bericht des "Mannheimer Morgen" zufolge plant der DEL-Club im Zuge seiner Neustrukturierung, die Kooperation mit dem Nachbarn wieder zu beleben. Zuletzt hatten beide Standorte im Jahr 2015 zusammengearbeitet.

Als die Falken sportlich jedoch abgestiegen waren, sind die Adler auf Nummer sicher gegangen und haben sich die Dienste der Kassel Huskies gesichert. Die Kooperation besteht bis heute, könnte aber Ende der Saison aufgelöst werden.

Eren bestätigt Gespräche

"Natürlich wären wir an einer Zusammenarbeit interessiert", gesteht Atilla Eren. Doch der Geschäftsführer der Heilbronner Falken hält sich ob der Gerüchte zurück. "Es gibt keinerlei Vereinbarung", sagt er mit Verweis auf die noch bestehende Vereinbarung der Adler und Huskies. Dass es Gespräche mit Mannheim gibt, streitet er nicht ab.

 

 

"Wir sind immer in Kontakt miteinander − schon wegen der Jungadler." Zudem ist es ein offenes Geheimnis, dass sich die Falken und ihr Manager einen neuen − oder auch alten − Kooperationspartner wünschen. "Man sieht ja an München und Garmisch, dass es gut funktionieren kann", sagt Eren.

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Für ihn sei dabei indes entscheidend, dass die Eigenständigkeit der Falken gewahrt bliebe. "Es wird gerne von einem Farmteam nach amerikanischem Vorbild gesprochen: Das ist aber was völlig anderes." Im Gegensatz zu einer Kooperation hierzulande gehören die Farmteams sowie deren Spieler den großen NHL-Vereinen. "Bei uns geht es darum, drei, vier Spieler auszubilden, also nur einen kleinen Teil der Mannschaft."

Räumliche Nähe zwischen beiden Clubs

Dementsprechend würden die Falken einen echten Partner suchen. "Und da gibt es keinen besseren als die Adler", sagt Eren. Ihm sei wichtig, dass eine Kooperation für beide Seiten funktioniere. Und da habe Heilbronn allein aufgrund der räumlichen Nähe Vorteile. "Viele der jungen Spieler gehen noch zur Schule", weiß Eren. Zudem habe die Partnerschaft schon einmal vorbildlich funktioniert − und würde mit einem Klassenerhalt der Falken wieder wahrscheinlich.

Ganz im Gegensatz zu einer heiß diskutierten Personalie: Danach soll Christof Kreutzer, DEL-Trainer des Jahres 2016, Kandidat auf die Nachfolge von Gerhard Unterluggauer sein, der die Falken am Saisonende Richtung Österreich verlässt. "Das ist wirklich an den Haaren herbeigezogen, dieser Name ist nie gefallen", sagt Eren deutlich.