Heilbronner Falken in den Pre-Playoffs

Eishockey  Mit einem knappen, aber verdienten Sieg gegen Frankfurt sichern sich die Heilbronner Falken am Freitagabend Platz zehn.

Von unserer Redaktion

Die Falken haben ihren dritten Matchball genutzt und am Freitagabend den Klassenerhalt gesichert. Mit einer engagierten Leistung setzte sich das Team von Trainer Gerhard Unterluggauer mit 4:2 (1:0, 2:2, 1:0) gegen die Frankfurter Löwen durch und ziehen als Tabellenzehnter der DEL 2 in die Pre-Play-offs ein, die am Dienstag beginnen. In einem bis zum Schluss spannenden Spiel mit vielen Strafen machte Neuzugang Tomas Plihal mit seinem Treffer zum 4:2 den Deckel auf den Sieg. 

Der Neue: Er war gleich mittendrin. Fast mit seiner ersten Aktion hätte Plihal schon getroffen - doch der Tscheche war offenbar selbst ein wenig überrascht, dass die Scheibe vor seinen Füßen landete. Auch im anschließenden Powerplay wirkte der Neuzugang mit, forderte die Scheibe. Die Akzente aber setzten erst einmal andere. Allen voran Kevin Lavallée, der in der dritten Minute das 1:0 mit vollem Körpereinsatz erzwingen wollte, im Sturzflug aber scheiterte. Auch sein Nachschuss ging daneben und Brandon Alderson traf nur das Außennetz. Aber die Richtung war klar: Und das verstanden auch die Zuschauer auf den Rängen, die ihr Team lautstark antrieben. Folgerichtig war das 1:0 für die Falken: Stephan Kronthaler feuerte den Puck mit Wucht in die Maschen des chancenlosen Brett Jaeger. Die Falken blieben dran – wenngleich erst einmal nicht viel passierte.

Spielfluss geht verloren

Interessant wurde es, als die Gastgeber ihre erste Strafe kassierten: Die folgende Überzahl machte deutlich, warum die Frankfurter in dieser Disziplin eine Klasse für sich sind. Die Scheibe lief wie am Schnürchen, die Falken zwei Minuten lang unter Dauerbeschuss. Der bis dato wenig geforderte Marcel Melichercik nahm es sportlich: und spielte sich warm. Überwinden ließ er sich jedenfalls nicht - auch in der direkt anschließenden Unterzahl der Falken nicht, die damit vier Minuten am Stück mit einem Mann weniger auskommen mussten. Doch diesmal machten es die Heilbronner ihren Gästen nicht so leicht und setzten in Unterzahl gleich mehrere Nadelstiche. In der 14. Minute scheiterte Lavallée, bis dahin auffälligster Akteur, zweimal – auch Mark Heatley verpasste kurz darauf das 2:0. In der Schlussphase des Drittels ging der Spielfluss verloren, da sich beide Teams Strafen einhandelten. Doch die Falken hatten klar gemacht: Sie wollten die fehlenden drei Punkte unbedingt einsacken.

Doch mit Beginn des zweiten Drittels liefen sie der Musik zunächst nur hinterher. Mit Folgen: Frankfurt glich aus, Maximilian Gläßl verlud Kirsch mit einer eleganten Pirouhette und traf zum 1:1 (25.). Die Falken kamen zurück – dank der freundlichen Unterstützung ihrer Gäste. Als gleich zwei Frankfurter binnen weniger Sekunden in die Kühlbox schlichen, krönte Lavallée seine Leistung mit dem 2:1 in doppelter Überzahl (26.). Das beflügelte die Falken, die nun wieder Herr im Haus waren und weitere gute Angriffe fuhren. Allerdings mussten sie den Ausfall von Jonas Schlenker verkraften, der sich an der Hand verletzte. 

Traumpass von Götz 

Heilbronn blieb aber gefasst und lauerte auf seine Chance. Und die kam: wieder in Überzahl. In der 35. Minute war Kirsch nach Traumpass von Markus Götz auf und davon. Sein Schuss rutschte zum 3:1 durch die Schoner von Jaeger. Doch noch mitten in den Jubel schlug Frankfurt, dass die Punkte keinesfalls kampflos abgeben wollte, zurück: Brett Breitkreuz hielt sein Team mit dem 3:2 im Rennen. Das letzte Drittel musste entscheiden. Und das fing für Heilbronn wieder in Unterzahl an. 

Zunächst wurde es brenzlig für die Falken, die Löwen waren dem Ausgleich verdammt nah, trafen aber nur den Pfosten. Dann waren die Falken dran, die fast vier Minuten in Überzahl spielen durften – und aus allen Lagen feuerten, aber kein Glück hatten. So blieb es spannend, bis Tomas Plihal genug hatte: Nach feinem Pass von Götz tütete er in Überzahl mit dem 4:2 die Pre-Playoffs ein – und schickte die Falken-Fans in die Glückseligkeit.

Tor: Melichercik, Frendel. Abwehr: Heywood – Kurz; Mapes – Götz, Martens –Kronthaler, Eckl. Angriff: Ross – Bernhardt – Alderson; Helms – Heatley –Lavallée; Kirsch – Plihal – Palka; Fink – Schlenker –Eberhardt. Tore: 1:0 (5.) Stephan Kronthaler, 1:1 (25.) Maximilian Gläßl, 2:1 (26.) Kevin Lavallée, 3:1 (35.) Justin Kirsch, 3:2 (35.) Brett Breitkreuz, 4:2 (54) Tomas Plihal. Strafminuten: 10/24. Schiedsrichter: Marc André Naust, Daniel Ratz. Zuschauer: 1539.