Falken verpatzen den Heim-Auftakt

Eishockey  Das Null-Punkte-Wochenende ist perfekt: Gegen Crimmitschau haben die Heilbronner am Sonntagabend einen schlimmen Auftritt hingelegt. Mit einer 4:7-Niederlage gingen die Falken am Ende vom Eis.

Von Andreas Öhlschläger

So geht es nicht. Die Heilbronner Falken haben auch den Heimstart in die neue DEL-2-Saison verpatzt. Gegen die Eispiraten Crimmitschau gab es ein unerwartetes 4:7 (1:2,2:3,1:2). Damit war das Null-Punkte-Wochenende perfekt. Beim 0:3 in Bad Nauheim hatten die Falken gegen ein Playdown-Team der Vorsaison verloren. Am Sonntagabend passierte dasselbe nochmal. Da muss sehr viel besser werden. 

Beim 0:3 in Bad Nauheim hatten die Falken gegen ein Playdown-Team der Vorsaison verloren. Am Sonntagabend gegen Crimmitschau passierte dasselbe nochmal. Foto: Andreas Veigel

Schon richtig schlecht hatte die Partie fürs Heilbronner Team angefangen. Erst 64 Sekunden waren vorbei, da stand es 0:1. Das Tor hatten die Falken in eigener Überzahl kassiert. Dominic Walsh war der Schütze. Die Eispiraten aus Crimmitschau hatten einen schmerzhaften Nadelstich gesetzt. 

5:3-Powerplay nicht genutzt

In der 13. Minute fiel das 1:1. Patrick Kurz hämmerte den Puck aus der Distanz ins Tor. Den Schuss hatte ein Eispiraten-Spieler noch abgefälscht.  Es war der erste Falken-Treffer in der neuen DEL-2-Saison. Bei der 0:3-Niederlage am Freitag in Bad Nauheim hatte es ja keine Heilbronner Erfolgserlebnisse gegeben. 16 Sekunden vor dem Drittelende war dann aber das 1:2 perfekt. Diesmal traf Crimmitschau in Überzahl. Bernhard Keil durfte sich feiern lassen. Zuvor hatten die Falken ein 5:3-Powerplay nicht nutzen können. Das war ganz schwach. 

Aus 16:6 Torschüssen hatte die Mannschaft von Trainer Gerhard Unterluggauer im ersten Drittel viel zu wenig gemacht. Im Mittelabschnitt riefen die Fans “Kämpfen, Heilbronn, kämpfen“. Aber dann erzielte Vincent Schlenker das 1:3. Das war in der 23. Minute. Und es war ganz einfach, die Falken zu düpieren. Jetzt freute sich die andere Fangruppe: “Hier regiert der ETC!“

Besserung? Michtnichten.

In der 29. Minute gelang der Anschlusstreffer. Dennis Palka sorgte in Überzahl fürs 2:3. Besserung? Mitnichten. Jetzt wurde es richtig schlimm. Ivan Ciernik schoss das 2:4 (38.), Bernhard Keil ließ 37 Sekunden später das 2:5 folgen (38.). Brandon Alderson traf für die Falken wenigstens noch zum 3:5 (39.).

Die Falken-Fans unter den 1347 Zuschauern fühlten sich erinnert an die miserable Vorsaison. Und an die noch schlechtere im Jahr davor. Und an die katastrophale Spielzeit davor. Foto: Andreas Veigel

Aber im Schlussdrittel markierte Ales Kranjc im Powerplay das 3:6 (50.). Dass Justin Maylan (54.) fürs 4:6 sorgte, war nicht mehr wichtig. 44 Sekunden vor Schluss gab es ein so genanntes technisches Tor für Crimmitschau. 4:7. Elia Ostwald bekam es gutgeschrieben.

Erinnerungen kommen hoch

Die Falken-Fans unter den 1347 Zuschauern fühlten sich erinnert an die miserable Vorsaison. Und an die noch schlechtere im Jahr davor. Und an die katastrophale Spielzeit davor. 

Die Tristesse geht weiter. Das war phasenweise desolat.