Falken siegen auswärts bei den Eispiraten

Eishockey  Mit einer disziplinierten Leistung fährt Heilbronn in Crimmitschau den nächsten Sieg ein. Die Partie blieb aber bis zum Schluss spannend.

Von Martin Peter

Wurde dieses Mal nicht überwunden: Falken-Goalie Andrew Hare. Foto: Archiv/Veigel

Drei Treffer, drei Punkte: Mit 3:0 (1:0, 0:0, 2:0) haben die Heilbronner Falken am Dienstagabend in Crimmitschau verdient gewonnen. Das Team von Trainer Gerhard Unterluggauer zeigte vor 1079 Zuschauern eine richtig gute Partie, war läuferisch flott, spielte diszipliniert und nervenstark – und verdiente sich den nächsten Dreier in der DEL II. Einzig die Chancenverwertung war mangelhaft.

Erwischten die Eispiraten noch den etwas besseren Start und erspielten sich die ersten, ungefährlichen Chancen, waren die Falken bald in der Partie. So neutralisierten sich beide Teams schnell, Chancen gab es nur wenige, das meiste war von harmloser Natur. Nach fünf Minuten verflachte die Partie – die Gastgeber schienen mit der Zeit schläfrig zu werden.

Heilbronn baut Druck auf

In der neunten Minute erwischten die Falken die Eispiraten eiskalt: Auf Vorarbeit von Kyle Helms, der den Puck sehenswert zurücklegte, verwandelte der freistehende Mark Heatley mit der Rückhand zum 1:0. Im Stadion wurde es schlagartig leiser, denn Crimmitschau präsentierte sich in der Folge angeschlagen – und hatten nun Mühe.

Heilbronn baute ordentlich Druck auf, vor allem die erste Reihe zeigte sich in Spiellaune. Minutenlang war von den Gastgebern nichts zu sehen –weil die läuferisch starken Falken die Scheibe schnell aus der eigenen Zone rausspielten. Und sie wurden dominanter, vergaßen es aber nachzulegen. In der 19. Minute hatte daher Crimmitschau mit seiner ersten Großchance die Möglichkeit auszugleichen, doch es blieb beim 1:0.

Zweites Drittel beginnt mit Heilbronner Unterzahl

Dennoch gingen die Falken mit einer großen Bürde ins zweite Drittel: Sie hatten in der letzten Sekunde des ersten Abschnitts zwei Strafen kassiert –und mussten mit doppelter Unterzahl starten. Doch das Team von Unterluggauer überstand die zwei Minuten bravourös, weil auch die Eispiraten alles andere als furchteinflößend aufspielten und einmal Andrew Hare zur Stelle war.

Danach waren die Falken an der Reihe, die nach Foul an Jonas Schlenker, der das Eis blutend verließ und ins Krankenhaus musste, fünf Minuten lang mit einem Mann mehr spielen durften. Doch Heilbronn bewies, warum es in der Liga das schlechteste Powerplay hat – es blieb beim dünnen 1:0. Mit den Strafen ging es danach auf beiden Seiten munter weiter - mit dem Auslassen bester Torchancen aber auch. Tim Bernhardt traf lediglich den Pfosten. So stand es nach zwei Dritteln noch 1:0 für die Falken.

Entscheidung ganz am Ende

Auch im letzten Drittel wollte der Puck nicht ins Tor, die Zeit lief für die Falken, angesichts der mageren Führung wurde es zum Ende aber eine echte Nervenschlacht. Die Erlösung brachte Justin Kirsch drei Minuten vor Schluss: Er nutze einen Fehler der Eispiraten und traf zum entscheidenden 2:0. Kevin Lavalleé besorgte mit einem Schuss ins leere Tor das 3:0.

Tor: Hare, Frensel. Abwehr: Kurz – Heywood; Martens – Götz, Kronthaler – Eckl. Angriff: Ross – Maylan – Alderson; Helms – Heatley – Lavallée; Kirsch - Schlenker – Bernhardt; Palka – Gelke - Fink. Tore:  0:1 (9.) Mark Heatley, 0:2 (57.) Justin Kirsch, 3:0 (59.) Kevin Lavalleé. Strafminuten: 33/10. Schiedsrichter: Kevin Salewski, Volker Westhaus. Zuschauer: 1079.