Falken kassieren ein 3:5 gegen Kaufbeuren

Eishockey  Das war bitter. Die Heilbronner Falken kassierten am Sonntagabend in der heimischen Kolbenschmidt-Arena eine unnötige 3:5 (1:0,1:2,1:2)-Niederlage gegen den EV Kaufbeuren.

Von Marc Schmerbeck

Nur 1114 Zuschauer wollten die Partie nach dem schwachen Auftaktwochenende sehen. Die Probleme in der Defensive sind zu Beginn der DEL-2-Saison klar ersichtlich. 19 Gegentore in vier Spielen sind zu viele. Kein Wunder, dass die Falken nach den ersten zwei Wochenenden nur zwei Punkte auf dem Konto haben. Zwar haben die Falken auch gegen Kaufbeuren nur wenige klare Chancen zugelassen, doch die Treffer fielen zu einfach. Schlecht gespielt haben die Falken nicht, aber das bringt am Ende keine Punkte. „Optisch gewinnt man keine Spiele“, sagte Trainer Gerhard Unterluggauer. Er wirkte sichtlich frustriert bei der abschließenden Pressekonferenz.

Es war ein überzeugendes erstes Drittel der Falken. Was fehlte war die Konsequenz vor dem Tor. „Da war Heilbronn klar besser“, sagte Gästetrainer Andreas Brockmann. „Man hat gesehen, dass wir derzeit nicht im Rhythmus sind.“ 

Selten in Gefahr

Aber zumindest waren die Heilbronner vor Stefan Vajs immer präsent. So verpasste Dennis Palka gleich in der zweiten Minute. Core Mapes (9.) versuchte es dann von der blauen Linie – Vajs hielt den Puck sicher. Torschütze des Führungstreffers der Falken war dann Matt MacKay in der 11. Minute. Schon beim 5:4-Sieg nach Verlängerung am Freitagabend in Freiburg hatte der Neuzugang bei seiner Premiere im Heilbronner Trikot den entscheidenden Treffer in der Verlängerung erzielt. Auch gegen Kaufbeuren ließ der Ex-DEL-Spieler sein Können immer wieder aufblitzen. Kurz darauf verpassten noch Mark Heatley (13.) und Palka (14.) In Gefahr waren die Falken im ersten Abschnitt nur ganz selten. Und wenn Kaufbeuren mal gefährlich vor dem Gehäuse auftauchte, war Torhüter Andrew Hare aufmerksam. 

Im zweiten Drittel strahlten die Falken nicht mehr die Dominanz der ersten 20 Minuten aus. Andrew Hare war deutlich mehr gefordert. Zunächst bekam er aber immer den Schoner an den Puck. In der 24. Minute war er dann aber machtlos als Steven Bilich zum 1:1 abschloss. Florin Ketterer drehte die Partie zunächst mit seinem Treffer zum 1:2. Die Schiedsrichter hatten übersehen, dass Palka gehalten wurde, Kaufbeuren spielte einfach weiter, während die Heilbronner auf den Pfiff warteten. 36 Minuten waren gespielt. 

Zwei gute Möglichkeiten

Dann hatte Billich einen Aussetzer. Er zog Patrick Kurz im Heilbronner Drittel einfach mal die Beine weg und musste auf die Strafbank. Sieben Sekunden vor Ablauf der zwei Minuten traf Justin Maylan. Brandon Alderson hatte vorgelegt. Ansonsten waren von den Falken noch zwei gute Möglichkeiten durch Alderson (32.) und Mark Heatley (30.), der mit dem Abschluss einen Tick zu lange wartete und schließlich geblockt wurde.    

Heilbronn startete in Überzahl ins letzte Drittel. Florian Thomas saß noch auf der Strafbank. Doch die Heilbronner ließen die Chancen verstreichen. Die beste Möglichkeit hatte Heatley, doch Vajs parierte mit dem Schoner. Glück für die Falken dann, dass Thomas ausrutschte, Alderson sich den Puck schnappte und zum 3:2 abschloss. Die erneute Führung sollte aber kaum Sicherheit bringen. Brandon Ross und Brandon Alderson mussten innerhalb von einer Minute auf die Strafbank. Kaufbeuren nutzte die doppelte Strafzeit doppelt. Max Schmidle (47.) und dann Joona Karevaara (48.) drehten die Partie erneut.

Schlussoffensive verpufft

Auf einmal stand es 3:4. Und dann wurde Alderson wieder zum Abkühlen geschickt. Dieses Mal hatte Heilbronn in Unterzahl sogar die bessere Chancen. Doch Vajs parierte und sicherte sich zusätzlich ein Lob von Unterluggauer: „Er hat zum Schluss überragend gehalten. Aber wir müssen entschlossener sein. So gewinnt man keine Spiele.“

Die Heilbronner Schlussoffensive verpuffte – selbst bei Überzahl zweieinhalb Minuten vor dem Ende. Auch weil Vajs stark bei einem Schuss von Jusin Kirsch reagierte. So blieb es wenige Sekunden vor dem Schluss Kerevaara vorbehalten, die drei Punkte für sein Team endgültig zu sichern. Hare hatte das Gehäuse verlassen.