Falken-Trainer Unterluggauer geht zum Saisonende

Eishockey  Die Gerüchte haben sich bestätigt: Gerhard Unterluggauer hört bei den Heilbronner Falken auf und kehrt in seine österreichische Heimat zurück. Das bestätigte der Verein am Donnerstagmorgen.

Von unserer Redaktion

Folgte dem Angebotaus seiner Heimat: Falken-Trainer Gerhard Unterluggauer wechselt zum Saisonende nach Villach. Foto: Archiv/Berger  

Der Cheftrainer verlässt die Heilbronner Falken zum Ende der Saison 2017/2018, wie der Verein in einer Pressemitteilung schreibt. Gerhard Unterluggauer habe sich für ein Engagement bei seinem Heimatverein in Villach entschieden.

Bereits am Dienstag hatte es Gerüchte um einen möglichen Wechsel nach Österreich gegeben. „Meine Familie lebt in Österreich. Gerade für meine beiden Jungs wäre es gut, wenn ich immer da wäre“, sagte Unterluggauer beim Falkenhorst vergangene Woche.

Eren: Entscheidung nachvollziehbar

Falken-Geschäftsführer Atilla Eren sagte zum Abgang: „Wir hätten die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Gerhard gerne in der nächsten Saison fortgesetzt. Menschlich und beruflich hat es gepasst." Dass sich Unterluggauer für seinen Heimatverein entschieden habe, "um den nächsten Karriereschritt zu machen und um bei seiner Familie zu sein", könne er nachvollziehen.

Gerhard Unterluggauer wird in der Mitteilung wie folgt zitiert: „Ich habe mir die Entscheidung natürlich nicht leicht gemacht, zum Schluss war es aber eine Entscheidung für meine Familie und nicht gegen die Heilbronner Falken. Die Vorrausetzungen, hier in Heilbronn als Trainer zu arbeiten, sind wirklich optimal. Die Zusammenarbeit zwischen ihm und Geschäftsführer Eren sei "immer hervorragend" gewesen.

Traurige Fans

„Ich bin richtig traurig. Das ist ein großer Verlust“, sagte Lena Lochmann über den Abschied von Gerhard Unterluggauer. „Ich hatte seit langem mal wieder das Gefühl, dass da ein Trainer ist, der auch einen Plan hatte und wusste, was er tut.“ Die Mannschaft und der Aufschwung würden klar die Handschrift des Österreichers tragen. „Er kommt frisch vom aktiven Sport und steht für ein modernes Eishockey“, sagte die 35-Järhige, die schon ihr halbes Leben Falken-Fan ist.

Dass Unterluggauer geht, kann sie nachvollziehen: „Familie schlägt Heilbronn.“ Sorgen macht sie sich, wie es bei den Falken nun weitergeht. In der Vergangenheit hätten die Verantwortlichen ein weniger glückliches Händchen bei der Trainerwahl gehabt. „Ich mache mir Sorgen, dass es wieder schief gehen könnte.“      

Playoffs bleiben das Ziel

Unterluggauer versprach, sich in den verbleibenden Monaten weiter intensiv bei den Falken einzubringen: "Meine berufliche Zukunft wird in keiner Weise meine derzeitige Arbeit bei den Heilbronner Falken beeinflussen. Wir haben nach wie vor das Ziel, die Playoffs zu erreichen und hierfür werden wir weiterhin alles geben.“

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Über 600 Spiele hat der der ehemalige Nationalteamverteidiger Unterluggauer in der Alpenliga für Villach und Innsbruck absolviert, spielte zudem viele Jahre im Ausland, ehe er hinter die Bande wechselte. In Heilbronn war er zunächst Co-Trainer, seit Februar 2017 ist er Cheftrainer. 

Die Heilbronner Falken werden nach eigenen Angaben versuchen, die vakante Position für die nächste Saison so schnell wie möglich zu besetzen.

 

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