Auszeit bringt Heilbronner Falken außer Tritt

Eishockey  Es war ein kleiner Rückschlag im Kampf um die direkte Qualifikation für die Playoffs. Am Freitagabend unterlagen die Heilbronner Falken vor 4600 Zuschauern bei den Löwen Frankfurt, immerhin Dritter der DEL2, mit 3:6 (1:2;1:2;1:2).

Von Marc Schmerbeck

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Enttäuscht: Falke Marcus Götz nach dem 3:6 in Frankfurt. Foto: Archiv/Veigel  

Das erste Drittel ging an die Frankfurter. Sie hatten mehr vom Spiel und kamen auch zu einem Chancenplus. Erst im Laufe der Spielzeit fanden die Heilbronner Falken besser ins Spiel. Trainer Gerhard Unterluggauer hatte auf die verletzten Richard Gelke, Christoph Eckl, Tim Bernhardt und Markus Eberhardt verzichten müssen.

Schon in der 3. Minute sorgte Tim Schüle mit einem satten Schuss für die Löwen-Führung. In der zehnten Minute ließ Heilbronn das 1:1 folgen. Justin Kirsch hämmerte den Puck gegen die Bande, den Abpraller verwertete Marcus Götz. Doch nur zwei Minuten später trafen wieder die Frankfurter. Maximilian Gläßl war der Torschütze. Mit 2:1 ging es dann auch in die erste Drittelpause.

Lauf durch Auszeit und Tor-Reparatur unterbrochen

Heilbronn kam mit Schwung aus der Kabine und machte Druck. Der Ausgleich durch Brandon Alderson (25.) nach einem Doppelpass mit Justin Maylan hatte sich abgezeichnet. Die Falken waren jetzt die bessere Mannschaft. Als die Löwen in der 36. Minute eine Auszeit nahmen und diese durch eine Reparatur am Tor noch etwas länger wurde, kamen die Gäste vollkommen aus dem Tritt. Der Rhythmus war unterbrochen, der Spielfluss auch − zumindest bei den Falken. CJ Stretch (36.) durfte einfach mal durchlaufen und abziehen. Keine Chance für Torhüter Marcel Melichercik − 3:2.

Eine Minute später ließ Nils Liesegang in Überzahl − Henry Martens saß auf der Strafbank − das 4:2 folgen. Neuzugang Lukas Koziol, der vor kurzem erst von den Kassel Huskies nach Frankfurt wechselte, hatte dabei viel Übersicht bewiesen.

Hoffnung im Schlussabschnitt währte nur kurz

Auch in den Schlussabschnitt starteten die Heilbronner zunächst gut. Erst wenige Sekunden waren gespielt, als Stretch auf die Strafbank fuhr. Die Falken nutzten die Überzahl sogleich und Jordan Heywood (41.) hämmerte den Puck zum 3:4-Anschlusstreffer ins Netz. Jetzt war wieder alles möglich. Doch der nächste Dämpfer folgte fünf Minuten später: Pawel Dronia erzielte das 5:3. Frankfurt spielte die Partie nun souverän zu Ende. Auch der neu verpflichtete finnische Torhüter Antti Karjalainen machte seine Sache im Löwen-Gehäuse gut.

Die letzten Minuten blieb Melichercik auf der Bank. Als Dominik Tiffels (58.) auf die Strafbank musste, war die Chance auf den erneuten Heilbronner Anschlusstreffer groß. Doch nach einem Puckverlust lief Liesegang in Unterzahl durch und traf ins leere Tor zum 6:3-Endstand.

Am Sonntag (Spielbeginn 18.30 Uhr) ist mit dem EC Bad Nauheim ein direkter Konkurrent im Kampf um die Playoff-Plätze zu Gast in der Heilbronner Kolbenschmidt-Arena. Die Roten Teufel gewannen gegen die Lausitzer Füchse mit 4:1.

 

Heilbronner Falken: Tor: Melichercik, Frensel ; Abwehr: Heywood, Kronthaler, Martens, Mapes, Götz, Kurz; Angriff: Helms, Kirsch, Lavallée, Alderson, Palka, Schlenker, Fink, Maylan, Heatley, Ross.

Tore: 1:0 (3.) Tim Schüle, 1:1 (19.) Marcus Götz, 2:1 (12.) Maximilian Gläßl, 2:2 (25.) Brandon Alderson, 3:2 (36.) CJ Stretch, 4:2 (37.) Nils Liesegang, 4:3 (41.) Jordan Heywood), 5:3 (46.) Pawel Dronia, 6:3 (60.) Nils Liesegang.

Strafminuten: 12/6

Schiedsrichter: Kannengießer/Ratz.

Zuschauer: 4609