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Stark abgewehrt und Ballast abgeworfen
Von unserem Redakteur Klaus Apitz
Handball - Im neuen Jahr läuft es nicht mehr so richtig rund. Deshalb waren die Horkheimer am Dienstagabend froh, als sie das württembergische Pokalviertelfinale gegen Söflingen mit 29:24 für sich entschieden hatten. Das obligatorische finale Kabinenpils schmeckte diesmal besonders. "Das ist gut fürs Obernburg-Spiel am Samstag", sagte Trainer Volker Blumenschein, der sich Rückenwind durch dieses Erfolgserlebnis erhofft.
Er erlebte mit, wie seine Männer sich in der zweiten Halbzeit mit einer sehr starken Defensivleistung zumindest ein wenig vom Ballast der jüngsten kleinen Minusserie befreiten. "Da haben wir in der Abwehr so gespielt, wie wir es können." 15:15 hatte es zur Halbzeit gestanden. Schon da hatte die offensive Variante mit weit vor dem Wurfkreis störenden Spielern nicht schlecht geklappt.
Fehler Allerdings gab es nach starkem Beginn, vier schnellen Schumacher-Toren und einer 9:5-Führung ab der 15. Minute, im Angriff wieder zu viele technische Fehler und nicht verwertete Topchancen. Was die Söflinger − die in der 3. Liga ums Überleben kämpfen, während Horkheim Zweiter ist − mit etlichen Kontertoren bestraften. Horkheim nutzte nicht die ganz Breite des Feldes, die Außen bekamen kaum einen verwertbaren Ball. Jan König seinen ersten beispielsweise auf links nach geschlagenen 24 Minuten.
Das wurde nach der Pause besser, als vor allem Valentin Weckerle auf der rechten Seite Akzente setzte und aus teils schwierigen Wurfpositionen viermal traf. Effektivster Mann war aber Felix Knoll. Er hatte vor der Pause die für ihn ungewohnte Rolle des Kreisläufers inne, weil neben dem verletzten Felix Günthner auch der gesperrte Stefan Fähnle fehlte. Knoll machte fünf Tore, später, auf der gewohnten Ballverteiler-Position in der Mitte, noch einmal vier.
Entscheidend war aber, dass der in der zweiten Halbzeit ins Tor gekommene Wojciech Honisch bis zur 50. Minute nur drei Treffer aus dem Spiel heraus zuließ. Was auch möglich war, weil die Abwehr noch energischer zupackte. Und vorne waren es nach dem 21:19 (47.Minute) zweimal der spät eingewechselte Philipp Kroll und einmal Markus Schumacher, die vorzeitig für klare Verhältnisse sorgten.
Frische fehlt Trotz des Sieges bleibt festzuhalten, dass es den Horkheimern derzeit an mentaler wie körperlicher Frische fehlt. Die Vorrunde, in der alle offenbar am oberen Limit gespielt haben, fordert ihren Tribut. Das ist bei einem wie Evgeni Prasolov, dem Rückraum-Allrounder, derzeit am deutlichsten zu erkennen.
TSB Horkheim: Hirschmann, 2. Halbzeit Honisch - Schumacher (7), Kroll (3), Knoll (9), Prasolov (1), Hau (2), Weckerle (4), König (2), Maurer (1), Kaupert, Blessing.
Beste Söflinger Torschützen: Schmid (6), Fiedler (5), Bormann (3), Ziegelmaier (3).
Torfolge: 2:3, 9:5 (15.), 11:11, 14:12, 15:15 − 15:16,18:16, 21:18, 23:19 (49.), 25:20, 28:22, 29:24.
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