Pfedelbach II kämpft um Platz eins

Von unserem Redaktionsmitglied Dominik Jahn

Pfedelbach II kämpft um Platz eins
Christian Böcker und der TSV Pfedelbach wollen mit einem Sieg gegen den TSV Willsbach die Meisterschaft offen halten.Foto: Marc Schmerbeck 

Handball - Die Anspannung ist groß, größer als sonst. Tore werden noch etwas mehr bejubelt und kleine Blessuren geraten schneller in Vergessenheit. Spitzenspiele haben eben so ihre ganz eigenen Regeln − egal in welcher Liga.

Spitzenspiel Für die zweite Mannschaft des TSV Pfedelbach steht morgen (20 Uhr) ein solches Topspiel in der Handball-Bezirksklasse auf dem Programm. Zu Gast ist der Tabellenführer TSV Willsbach. Der TSV liegt aktuell zwei Punkte vor den Pfedelbachern. Ein Sieg und die Meisterschaft wäre wieder völlig offen, eine Niederlage wäre allerdings so etwas wie eine kleine Vorentscheidung im Rennen um Platz eins. Trainer Ralph Specht freut sich auf die wichtige Partie: "Das wird ein echter Höhepunkt." Und auch bei seinen Spielern hat der Coach in den Tagen vor dem Aufeinandertreffen die Vorfreude ausmachen können: "Für jeden ist es etwas Besonderes und der Adrenalinspiegel steigt schon ganz langsam an."

Hoch konzentriert und mit vollem Einsatz müsse man in die Partie gehen, schließlich wartet "ein hartes Stück Arbeit" auf die Mannschaft, analysiert der Trainer. Besonders in der Abwehr fordert Specht eine deutliche Steigerung von seinen Spielern: "Da haben sie zuletzt etwas den letzten Willen vermissen lassen." Das sollte sich gegen Willsbach allerdings ändern, möchte man nicht wie beim letzten Aufeinandertreffen mit 29:34 unter die Räder kommen. Die Favoritenrolle sieht Specht nicht nur wegen der Hinspielniederlage bei den Sulmtalern. Specht: "Sie spielen eine sehr starke und auch absolut konstante Runde." Trotzdem, zwei Punkte hat am Samstag in Pfedelbach niemand zu verschenken. "Wir werden unseren Teil tun und dagegen halten. Wir möchten uns schon für die Niederlage revanchieren", sagt Specht. Doch lohnt sich das überhaupt? Der aktuelle Tabellenplatz der ersten Mannschaft von Pfedelbach − Vierter in der Bezirksliga − könnte dem sportlichen Aufstieg einen Strich durch die Rechnung machen und würde auch die angestrebten Ziele für die geplante Spielgemeinschaft mit der TSG Öhringen zurückwerfen.

Unterschrift Die Vertragsunterschrift für die neue HSG Hohenlohe ist für den 1. März geplant. Am 1. April wollen die Abteilungen dann in den Spielbetrieb gehen. Geplant war dann mit den Herren I in der Landesliga zu spielen, die Herren II sollten in die Bezirksliga und die dritte Mannschaft (derzeit TSG Öhringen) in die Bezirksklasse. Doch scheint jetzt alles anders zu kommen. Die Erste würde den Platz von Pfedelbach I in der Bezirksliga einnehmen, die Zweite würde für Pfedelbach II in der Bezirksklasse verbleiben und die Herren III der neuen HSG müssten sogar, wenn es so bliebe, für die abstiegsgefährdete TSG runter in die Kreisliga A. Specht sagt gelassen: "Wir waren uns über das Risiko bewusst. Wenn es jetzt nicht klappt mit den Aufstiegen, dann eben ein Jahr später." Und am Ziel seiner Mannschaft, Platz eins, ändere sich nichts. Meisterfeiern seien doch schließlich einfach immer schön.




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