Fleiner in Zugzwang und Schieflagen beim Pfeifen

Fleiner in Zugzwang und Schieflagen beim Pfeifen
Jubelschrei des Fleiners Michael Wörner − über zwei Punkte am Wochenende wäre die Freude beim Linksaußen sicherlich auch groß.Foto: Andreas Veigel 

TV Flein

So dicht liegen Freud und Leid beieinander. Am vergangenen Samstag unterlagen die Fleiner in der Württembergliga-Partie bei Frisch Auf Göppingen II mit 24:25. Einen Tag später dann der Sieg(28:27) in eigener Halle im HVW-Pokalviertelfinale gegen den VfL Waiblingen. Für Trainer Rolf Fischer und sein Team Balsam für die Seele: "Es war ein Sieg für das Vertrauen in die eigene Stärke." Am Sonntag (17 Uhr) kommt der TV Oppenweiler in die Sandberghalle. Bei der aktuellen Tabellensituation der Fleiner ( Platz 12) ist ein Heimsieg gegen den Tabellensiebten Pflicht. Fischer: "In unsere Lage musst du jetzt einfach deine Spiele in eigener Halle gewinnen." Mit einer konzentrierten Leistung wie im Pokalspiel und einer kämpferischen Einstellung sollten die zwei Punkte in Flein bleiben. "In Göppingen hatten wir auch richtig viel Pech. Wenn wir aber so auftreten wie in den letzten Partien, dann sieht es gut aus."

Neckarsulmer SU

Die Anfangsphase verschlafen und insgesamt zu viele Gegenstöße zu gelassen − so sieht die nüchterne Analyse, von Union-Trainer Ergin Toskic, zur 34:35- Niederlage im Spitzenspiel beim VfL Waiblingen aus. Der Kontakt zur Tabellenspitze ist damit abgerissen. Allerdings sollte nach unten auch nicht mehr viel passieren. Die Mannschaft jedenfalls, erklärt Toskic, wolle Platz drei nicht mehr hergeben. Toskic: "Die Spieler haben in einer Besprechung beschlossen, dass sie bis zum Ende der Runde Vollgas geben möchten." Am Sonntag (17 Uhr) sollen im Heimspiel gegen Göppingen II dann auch schon die nächsten Punkte auf das eigene Konto fließen. "Wir möchten unseren Heimnimbus wahren. Wir wollen auch dieses Spiel unbedingt gewinnen." Bislang hat die Sport-Union zu Hause nur gegen Spitzenreiter Waiblingen (26:29) verloren.

TSV Nordheim

Gegen den TSV Schmiden geht es für die Nordheimerinnen am Samstag (18 Uhr) um doppelte Wiedergutmachung. Zum einen für die unnötige Niederlage (22:29) gegen den Tabellenletzten TV Stetten, zum anderen hat man zu Beginn der Saison in Schmiden die Punkte lassen müssen. "Es ist eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche nötig", sagt Trainer Sven Hertner. Besonders die Durchschlagskraft in der Offensive gilt es zu steigern. Nicht mit von der Partie kann Hanna Gaudernack sein.

HSG Kochertürn/Stein

Für die HSG läuft es derzeit alles andere als rund. Im Viertelfinale des HVW-Pokals verlor man am Donnerstag gegen den Oberligisten TV Holzheim mit 23:33. In der Liga setzte es zuletzt drei Niederlage in Folge. Am Samstag (19.30 Uhr) ist der Tabellendritte SG Bietigheim II zu Gast. Vereinssprecher Tobias Böttiger: "Ein Sieg wird sicher ganz schwer. Wir müssen uns mit einer guten Leistung wieder neues Selbstvertrauen holen. Egal wie das Spiel ausgeht."

Mehr Kontrolle

Die Schiedsrichter haben im Handball eine besonders große Macht. Ob sie in einer Szene Siebenmeter geben oder nur einen Freiwurf, ob sie nach einem Foul auf Zeitstrafe entscheiden oder nicht − das entscheidet in der Summe bei engen Spielen darüber, ob A oder B gewinnt. Kürzlich bei der EM im entscheidenden Spiel gegen die Polen waren die deutschen Handballer in der Schlussphase drei Mal in Unterzahl. Zwei dieser Pfiffe waren in Fachkreisen äußerst umstritten. Nach 31:29-Führung ging die Partie noch verloren, was Deutschland die Halbfinalteilnahme gekostet hat. So etwas passiert aber regelmäßig. Vor zwei Wochen flog der Horkheimer Stefan Fähnle im Heimspiel gegen Söflingen vom Feld. Gefoult hatte aber der Teamkollege Philipp Maurer. Die Schiedsrichter wurden auf ihren Irrtum auch aufmerksam gemacht. Trotzdem wurde Fähnle zwei Wochen gesperrt. Zuletzt traf es die Fleiner, die in Göppingen zehn Zeitstrafen kassierten, der Gegner aber nur zwei. Flein verlor mit einem Tor Unterschied. Oder Landesligist Mosbach, der bei 13 Strafen fast ein halbes Spiel in Unterzahl kämpfen musste, während Gegner Oberstenfeld nur dreimal betroffen war. Solche Schieflagen schaden dem Ansehen der Schiedsrichterschaft. Der Verband müsste dringend für bessere Kontrollmechanismen sorgen. Eine Möglichkeit wäre, dass der Protokollführer die Schiris während eines Spiels darauf aufmerksam machen darf , wenn es zu einseitig wird. kap/dom




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