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Blau-weiße Farbe verblasst beim TSB
Von unserem Redakteur Klaus Apitz
Handball - Blaue Hosen, weiße Trikots − das sind die Horkheimer Vereinsfarben. So werden sie an diesem Samstag auch im Drittligaspiel (Stauwehrhalle, 20 Uhr) gegen den Kellerclub TuSpo Obernburg auflaufen. Der TSB hat in den vergangenen zehn Jahren immer einige Eigengewächse im Team gehabt. Doch Blau und Weiß sind am Verblassen. In der kommenden Saison darf sich Torhüter Wojciech Honisch als letzter Mohikaner fühlen. Als Letzter von einmal sechs Spielern, die für die Fans "Unsere" gewesen sind.
Vor zwei Jahren schieden zunächst Alexander Huber und Henning Tittel aus. Der Linksaußen beendete seine Karriere und ist jetzt Co-Trainer. Tittel wiederum, als Außen und Kreisläufer im Einsatz, wollte mehr Spielzeitanteile und ging zum Landesligisten Neckarsulm, an dessen Aufstieg er großen Anteil hatte. Dort ist er gesetzt.
Studium beendet
Vor einem Jahr folgte ihm Kai Herrmann nach, der aus beruflichen Gründen in Horkheim zu selten trainieren konnte. Auch er ist nun bei der NSU auf der rechten Außenbahn ein Leistungsträger. Und nun werden sich Michael Hau und Timo Hirschmann zurückziehen. Beide sind mit dem Studium fertig und wollen erst einmal all ihre Kraft für den Einstieg in die Berufswelt einsetzen.
Hau stammt aus Öhringen, ist aber schon vor elf Jahren beim TSB in die B-Jugend eingestiegen. Also letztlich auch ein Blau-Weißer. "Ich habe dem Verein meinen Entschluss sehr früh mitgeteilt, damit er Ersatz besorgen kann", sagt der 27-jährige. Er hat Rechnungswesen und Besteuerung an der Hochschule in Reutlingen studiert und sucht nun etwas im Bereich Controlling. "Der Beruf hat jetzt Priorität, aber ich kann mir vorstellen, dass ich in einem Jahr im Handball wieder was mache", sagt Hau.
Abwehrstarker Hau
Beim TSB war er als Linkshänder einige Jahre die Nummer eins im rechten Rückraum, musste sich dann aber hinter Philipp Kroll einreihen. Und wurde deshalb auch auf der Außenbahn eingesetzt, "und das ist nicht meine Position." Wertvoll blieb er aber, den Hau ist abwehrstark.
Timo Hirschmann ist nach Ende seines Karlsruher Studiums Wirtschaftsingenieur und will sein Geld im Bereich Energie oder Logistik verdienen. Der Torwart ist seit Jahren mit Honisch eines der Topduos der 3. Liga. Wohnt ein paar Meter von der Stauwehrhalle entfernt und ist seit 21 Jahren ein Blau-Weißer. "Das ist wie eine zweite Familie für mich geworden, deshalb ist auch viel Wehmut dabei", sagt der 28-Jährige.
Noch aber sind Hau und Hirschmann dabei, auch an diesem Samstag, wenn der Tabellenzweite gegen Obernburg antritt . Beide wollen bis Saisonende mithelfen, dass der Vizemeister wieder Zweiter wird. "Das wäre sonst ein Rückschritt", sagt Hirschmann.
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