HSG-Heimauftakt nach Maß

Handball  Hohenloher Männer mit Kantersieg gegen Heilbronn, Frauen fahren nach Aufholjagd 28:25 gegen Kornwestheim ein

HSG-Heimauftakt nach Maß

Die Hohenloherin Kathrin Bauer (Mitte) setzt sich gegen die Kornwestheimer Abwehr durch. Die HSG gewann mit 28:25.

Foto: Kurt Gesper

In der Creutzfelder Sporthalle in Pfedelbach gab es für die HSG Hohenlohe am Samstag gleich doppelten Grund zu jubeln. Erst eröffneten die Frauen ihre Landesliga-Saison mit einem 28:25 gegen Kornwestheim, dann zogen die Männer nach. Mit einem schallenden 33:21 starteten sie gegen den SV Heilbronn in die Bezirksliga.

HSG Hohenlohe − SV Kornwestheim 28:25 Mit der Bezirkspokalpartie gegen den SV Heilbronn am Leinbach am Freitag und am Samstag dann dem Saisonstart in die Landesliga gegen den SV Salamander Kornwestheim hatten die HSG-Frauen ein paar arbeitsreiche Tage vor sich. Die Pokal-Generalprobe gegen die Heilbronnerinnen ging mit einem 30:22 glatt über die Bühne.

Beim Liga-Pflichtprogramm wollten die Hohenloherinnen nach dem Abstieg aus der Württembergliga ebenfalls gleich zeigen, dass sie auch noch gewinnen können. Das Spiel begann schwungvoll. Die HSG-Frauen stellten eine sichere Abwehr und bauten daraus ihr Tempospiel auf. Mit jeweils zwei Toren schafften es Julia Maul, Stefanie Samer und Verena Friedl, nach elf Minuten eine 6:2-Führung herauszuspielen. Es wirkte, als müsste die HSG die Partie nur noch locker runterspielen. Es kam anders. Nach 15 Minuten markierte der SV Kornwestheim das 6:3 und fünf Minuten später lag die HSG erstmals mit 9:10 zurück. Mit einem 10:14-Rückstand gingen die Hohenloherinnen bedröppelt in die Pause. Die Trefferquote war erneut das HSG-Manko in der ersten Hälfte. Die Defensive stand ganz ordentlich, nur das Abwehrspiel gegen die Kreisläuferin musste noch verbessert werden.

Nur mühsam näherte sich die HSG wieder dem Gegner an. Zu viele Würfe wurden von der starken gegnerischen Torhüterin gehalten. Aber auch die Abwehr der HSG stand in den ersten Minuten der zweiten Hälfte ziemlich stabil und Christina Gentner im Tor hatte immer wieder die Möglichkeit, schnelle Konter einzuleiten. So dauerte es bis zur 48. Minute, bis die HSG den 20:20-Ausgleich erzielte. Kornwestheim konnte nach einer Auszeit noch einmal in Führung gehen und dann begannen die letzten zehn Minuten. Durch die sichere Abwehr baute die HSG über einfache Tore die Führung weiter aus und ging mit 28:25 als Sieger vom Feld.

Das Spiel hätte nicht so spannend sein müssen, aber bei fünf verschossenen Siebenmetern und zahlreichen verworfenen freien Möglichkeiten machten sich die Hohenloherinnen das Leben selbst schwer.

Am Wochenende können die spielfreien HSG-Frauen erstmal durchatmen, ehe es dann bereits am Donnerstag, 28. September, um 20 Uhr zum Lokalderby nach Hardthausen geht.

HSG: Gentner − Heynicke (6), S. Samer (3), Bauer (2/1), Friedl (8), Schuster (1), Maul (5), Fietze (1), J. Samer (3), Fragner (1).

 

HSG Hohenlohe − SV Heilbronn 33:21 Im ersten Saisonspiel tratem die HSG-Männer gegen den Landesliga-Absteiger SV Heilbronn an, der nach dem Abstieg mit großen personellen Problemen zu kämpfen hat, da einige Leistungsträger den Verein verließen oder ihre Karriere beendeten. Die Begegnung sollte eine erste Standortbestimmung und eine deutliche Sache für die Hohenloher werden, die mit drei ehemaligen Spielern gegen ihre frühere Mannschaft antraten. Die HSG begann konzentriert und zeigte von Beginn an, dass sie ein deutliches Zeichen setzen wollte. Bereits nach acht Minuten lag die Mannschaft um Spielertrainer Sören Vogt mit 6:1 in Führung. Die aggressive Abwehrarbeit bereitete den Gästen sichtliche Probleme, gegen die sie keine Lösung fanden. Mit leicht eroberten Bällen gelang es, den Vorsprung auf 17:9 durch viele einfache Gegenstoßtore zu erhöhen. Dies setzte sich auch im zweiten Spielabschnitt fort und die Gäste gerieten immer weiter in Rückstand. In sämtlichen Belangen beherrschte die HSG Hohenlohe die Gäste aus Heilbronn. Als es in der 46. Minute auf der Anzeigentafel 28:14 stand, dachte man, dass der SV förmlich überrannt würde. Doch in Anbetracht der deutlichen Führung ließ die Konzentration nach und viele klare Torchancen wurden liegengelassen. Der Gegner konnte dies nutzen, so dass das Spiel mit 33 : 21 endete. Die Herren 1 zeigten eine ansprechende Leistung und überzeugten durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit und ihren großen kämpferischen Einsatz. Die Neuzugänge konnten bereits im ersten Spiel zeigen, dass sie eine Verstärkung für die Mannschaft sind. Der breitere Kader und die bereits in der vergangenen Runde gesammelten Erfahrungen der jungen Spieler lassen hoffnungsvoll auf eine erfolgreiche Saison blicken. Der einzige Wermutstropfen an diesem Abend war der frühe verletzungsbedingte Ausfall von Yannick Wörz, der vermutlich längere Zeit fehlen wird. tv

Es spielten: Jakob Janle, Reinhold Gräf (beide Tor), Lucas Breitner (3), Jochen Samer, Sven Graf (1), Paul Kirsch (1), Yannick Wörz, Mato Kozul (5), Nico Gräter (2), Lukas Kinkel (4), Vincent Reinalter (5/1), Johannes Carle (1), Arthur Lippert (6) und Sören Vogt (5).