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Sulzfeld und der Wahlaufruf zum Tor des Monats
Fußball - Ein Strich, drei Punkte: Mit seinem Traumtor zum 1:0 hat Verteidiger Christian Eichner den Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim zum 3:0-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg geführt. Nun kann der Kunstschütze aus dem Kraichgau sogar einen Schönheitspreis gewinnen. Sein Distanzschuss ist von der ARD für die Wahl zum Tor des Monats nominiert worden.
Daumen drücken
Klar, dass man vor allem in Eichners Heimatgemeinde Sulzfeld die Daumen drückt. "Es war ein fantastisches Tor. Ich bin überzeugt, dass es gute Chancen beim Tor des Monats hat", sagt Eberhard Roth. Der Bürgermeister hat den 32-Meter-Kracher Eichners erst vor ein paar Tagen zum ersten Mal gesehen. Zuvor war er im Urlaub in Kroatien und kannte den Treffer nur vom Hörensagen. "Meine Frau und unser Hauptamtsleiter, Bernfried Hettler, haben mir davon am Telefon berichtet. Das hat mich über die schlechten Ergebnisse des VfB Stuttgart hinweggetröstet", erklärt Roth. Zurück in Sulzfeld, wird der Rathauschef nun zum Wahlhelfer. Bei der Tor-des-Monats-Abstimmung nimmt er telefonisch teil, auf Anregung der Kraichgau Stimme startet er einen Wahlaufruf im Gemeindeblatt. "Das ist eine gute Idee. Es wäre schön, wenn viele Leute Christian die Stimme geben würden. Wir sind arg stolz auf ihn - und das uneingeschränkt."
Bis zum 21. November hat Sulzfeld Zeit, den berühmten Sohn nach vorn zu bringen. Die Konkurrenz ist groß. Mit von der Partie ist unter anderem Andreas Ivanschitz vom FSV Mainz 05 mit seinem sehenswerten 1:0 am 3. Oktober - ausgerechnet gegen "Hoffe". Dennoch: "Ich finde, Christian Eichner hat es verdient. Wer so ein Tor schießt, muss belohnt werden", sagt Michael Schuler, der Spielausschussvorsitzende des FVS Sulzfeld. Ähnlich sieht es Stefan Wild. Der 2. Vorsitzende des VfB Eppingen war einer der Zeit- und Augenzeugen, als "Eiche" in der der Rhein-Neckar-Arena abzog. "Es war ein wunderschönes Tor. Mich würde es freuen, wenn er's schafft. Er ist ein sympathischer Kerl aus der Region", sagt Wild.
So oder so: Einen Namen hat sich Christian Eichner mit seinem Tor auf jeden Fall gemacht. Die Süddeutsche Zeitung nennt den Kunstschützen "Wilhelm Tell des Kraichgaus", die Bild-Zeitung "Hammer-Eichner".
Torjäger vom Dienst
In Heilbronn gibt es die sogenannte Theresienwiese. Doch diese Theresienwiese ist nichts im Vergleich zur "Thereswiese" des SV Rohrbach. Seitdem Sachar Theres für den Tabellenführer der Fußball-Kreisliga Sinsheim kickt, ist der Sportplatz zum Festplatz geworden. Theres trifft und trifft und trifft. Beim 3:0-Heimsieg gegen den VfB Epfenbach erzielte der 35-Jährige ebenso alle Tore wie am Wochenende beim 4:0-Triumph gegen den SV Treschklingen. Es waren die Treffer 18, 19, 20, 21 der laufenden Saison.
"Gegen Treschklingen war vor allem das 1:0 super. Ein Schuss aus 20 Metern direkt in den Winkel. Sachar Theres hat einfach was drauf", sagt Abteilungsleiter Jürgen Kistler und freut sich über den Neuzugang. Im Sommer war der Mittelfeldspieler vom Oberligisten FCA Walldorf in den Kraichgau gekommen - auch aus familiären Gründen. Theres' Sohn kickt in der E-Jugend des SV. "Er wollte schon letztes Jahr zu uns. Doch Walldorf konnte ihn überreden, zu bleiben", sagt Kistler. Der Abteilungungsleiter schätzt an Theres die Schnelligkeit, die Technik und die Präzision beim Schuss. Das Zusammenspiel mit dem Team sei prächtig. "Er ist auf Zack. Und die anderen horchen auf ihn. Aber er hat auch gute Mitspieler."
Pechsträhne
Der FCZ wird immer mehr zum FC Lazarett: Das Verletzungspech des Fußball-Landesligisten FC Zuzenhausen II hat sich am vergangenen Wochenende weiter zugespitzt. Bei der 0:4-Niederlage beim VfB Eppingen musste Spielertrainer Marco Unser (Wadenprellung) bereits nach 19 Minuten aufgeben. Besonders schlimm erwischte es Verteidiger Marc Welker, der mit Verdacht auf Bündelriss vom Platz getragen wurde. "Für ihn ist die Vorrunde gelaufen", sagt Unser und betont: "Diese Ausfälle können wir nicht kompensieren. Wir werden uns am Ende des Jahres mit den Verantwortlichen zusammensetzen und überlegen, was wir tun können. Ein paar Neuzugänge wären nicht schlecht." Eric Schmidt
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