- Artikel
- 0 Kommentare
- Versenden
Lakic ist heiß aufs Hoffenheim-Debüt
Von unserem Redakteur Andreas Öhlschläger
"Wichtig ist, dass wir nicht denken, Lakic ist jetzt da, der bombt in jedem Spiel fünf Tore. "
Holger Stanislawski
Fussball - Nur der Sieg zählt. So gibt es der Trainer vor − ohne Abstriche. "Diesen Druck setzen wir uns selber, diesem Druck müssen wir uns stellen", sagt Holger Stanislawski vor dem Heimspiel von 1899 Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den Bundesliga-Vorletzten FC Augsburg.
Die Hoffenheimer wollen sich "nach unten hin ein wenig Luft verschaffen". Zwar stehen die Fußballer aus dem Kraichgau auf Platz acht, neun Ränge über Augsburg. Aber sieben Punkte Abstand zum ersten direkten Abstiegsplatz sind kein komfortables Polster.
Huch! Jetzt steht es da, das unerwünschte Wort.
Abstieg.
Vom Abstiegskampf will Coach Stanislawski nichts wissen, das mag er nicht hören. Luft verschaffen − das ja. "Aber ich habe bewusst das Wort Abstieg nicht in den Mund genommen." Vom Abstiegskampf reden? "Das brauchen wir am 19. Spieltag nicht zu tun."
Dietmar Hopp hat es dieser Tage getan. Im Gespräch mit dem Fachmagazin "Kicker" wies er auf einen Absteiger des vergangenen Sommers hin, der sich ein paar Monate zuvor noch auf der ganz sicheren Seite gewähnt hatte. Der Hoffenheimer Geldgeber sagte: "Frankfurt ist das mahnende Beispiel aus dem Vorjahr. Man wäre leichtsinnig, wenn man nicht nach unten schauen würde." Ein Sieg gegen den FC Augsburg würde die Lage beträchtlich entspannen. Und wenn es eine Niederlage setzt? "Das wird nicht passieren", verspricht der Trainer.
Srdjan Lakic will mithelfen beim Versuch, nach vier Heim-Unentschieden hintereinander in der Bundesliga mal wieder drei Punkte in der Rhein-Neckar-Arena zu holen. "Ich habe mir hier einiges vorgenommen, ich brenne auf meinen ersten Einsatz", sagt der neue Stürmer.
Intelligent
Ganz am Ende der Transferfrist konnte Lakic leihweise vom VfL Wolfsburg losgeeist werden. Spielpraxis hat er nicht, erst gestern hat er erstmals mit der Hoffenheimer Mannschaft trainiert. Aber er wird am Samstag wohl spielen. Allzu eklatant sind zuletzt die Schwächen in der Offensive der Kraichgauer gewesen. Holger Stanislawskis Vorstellung vom Fußball kennt der Kroate natürlich noch nicht in allen Details. "Aber der Junge ist so intelligent, dass er in der Lage ist, viele Dinge schnell aufzunehmen", sagt der Trainer. Srdjan Lakic ist zuversichtlich, dass er sein in Wolfsburg nicht mehr gefragtes Potenzial als Torjäger bald wieder auf jenem Niveau beweisen kann, wie es einst beim 1. FC Kaiserslautern der Fall gewesen ist. "Ich habe sehr gut trainiert und denke, dass ich eine gute Basis habe. Was mir fehlt ist die Form, die muss ich mir erarbeiten. Ich weiß, dass ich das schaffe. Aber keiner kann sagen, wie schnell das gehen wird", sagt der Stürmer. In der Spielzeit 2010/2011 hatte er für den FCK 16 Treffer erzielt. In Wolfsburg blieb er in zehn Spielen torlos.
Eingewöhnungszeit
Eines ist sicher: Srdjan Lakic ist nach dem Karriere-Tiefpunkt im Niedersächsischen hoch motiviert. Er will zeigen, dass er ein richtig Guter ist. "Langfristig setzt sich Qualität durch", sagt der 28-Jährige selbstbewusst. Vom Trainer wird er mit großen Hoffnungen konfrontiert, aber vorerst nicht mit Erwartungen. "Wichtig ist, dass wir nicht denken, Lakic ist jetzt da, der bombt in jedem Spiel fünf Tore. Wir werden ihn nicht daran hindern, aber wir geben ihm die Zeit, sich langsam einzugliedern", sagt Holger Stanislawski.
Aber auch der neue Stürmer weiß: "Gegen Augsburg − das sind Spiele, die man eigentlich gewinnen muss." Nur der Sieg zählt.
Wer läuft, der friert nicht
André Trulsen trägt immer noch kurz, obwohl es draußen eisig kalt ist. „Truller habe ich noch nie in langer Hose auf dem Trainingsplatz gesehen“, erzählt Holger Stanislawski über seinen Assistenten. Immerhin: eine Mütze hat Trulsen neuerdings auf. Stanislawski hingegen mag es, wenn er rundherum dick eingepackt ist. Aber die derzeitige Kälte, bitteschön, die sei ja wohl kein Problem. „Wenn man viel läuft und wenig redet, fängt man auch nicht an zu frieren“, sagt der Hoffenheimer Trainer. Viel laufen – das sollen seine Jungs am Samstag gegen Augsburg. „Wenn du auf Betriebstemperatur bist, nimmst du das kalte Wetter nicht so wahr.“ Fußball ist in Stanislawskis Augen kein Sport für Weich-eier. „Wir können wegen der Kälte ja nicht den Spielbetrieb einstellen.“ öha
Sportticker Überregional
Bundesliga 21:04 Uhr
Vor Verhandlung: Hertha glaubt an «sehr gute Chancen»
Bundesliga 20:45 Uhr
Schalke löst Vertrag mit Gavranovic
Bundesliga 17:25 Uhr
Drewes dritter Torwart beim VfL Wolfsburg
Bundesliga 17:22 Uhr
Hannover 96 verlängert mit Andreasen bis 2013
Bundesliga 15:55 Uhr
Bruma bleibt beim HSV - Interesse an Abraham
Bundesliga 15:22 Uhr
FC Bayern eröffnet Vereinsmuseum
Bundesliga 14:44 Uhr
Archivsuche
- Hauptnavigation Freizeit
- Themen Anzeigen
- Links
- Service





