Die Gedanken des Christoph Janker

Von Andreas Öhlschläger

Die Gedanken des Christoph Janker
Christoph Janker kommt in Hoffenheim nur selten zum Einsatz.Foto: dpa 

Fussball - Christoph Janker macht sich Gedanken. Über das für 1899 Hoffenheim richtungsweisende Bundesliga-Spiel beim Hamburger SV an diesem Samstag (15.30 Uhr). Vierter gegen Fünfter - die Kraichgau-Profis müssen gewinnen, wollen sie den Kontakt zur Tabellenspitze nicht endgültig verlieren. 48 Punkte hat der HSV, einen weniger als Tabellenführer Hertha. 44 Zähler sind es bei den Hoffenheimern. Es geht für beide Teams um viel. „Da ist schon Brisanz drin“, sagt Janker.

Der 24-Jährige macht sich auch Gedanken über seine Zukunft im Nordbadischen. Jankers Vertrag läuft zum Saisonende aus. „Ich fühle mich wohl hier in der Mannschaft“, sagt der Abwehrspieler. Doch einen Stammplatz hat er nicht. In die Startelf gerückt ist er nur, weil sich die Verteidigerkollegen Ibertsberger und Jaissle schwer verletzt haben.

Ablösefrei

„Jeder Fußballprofi ist unzufrieden, wenn er nicht spielt“, sagt Christoph Janker. „Ich bin im Sommer ablösefrei. Ich werde mir alles anhören.“ Angebote anderer Vereine gab es schon im Winter, da aber ließ ihn 1899 Hoffenheim nicht ziehen. „Wir haben gesagt: Nein, wir brauchen dich hier“, verriet Trainer Ralf Rangnick. Ob das auch im Sommer noch gilt?

Neben Janker gibt es bei 1899 Hoffenheim weitere Ergänzungsspieler, die mit ihrer individuellen Lage nicht zufrieden sind. Selim Teber ist einer von ihnen, der Kapitän. Im Interview mit dem Magazin „Kicker“ hat der Mittelfeldspieler verkündet, dass es „gut möglich“ sei, dass er den Club im Sommer verlassen wird. Auch Teber ist ablösefrei zu haben. „Mir liegen sehr interessante Angebote vor.“ Es ist so üblich, dass im Frühjahr um neue Verträge gepokert wird. Der Hoffenheimer Trainer lässt sich davon nicht nervös machen. „Man wird sich zu gegebener Zeit zusammensetzen“, sagt er in Bezug auf Selim Teber.

Kaderzusammensetzung

Wie der Kader von 1899 Hoffenheim aussehen wird, hängt auch davon ab, ob sich das momentan in der Bundesliga auf Platz fünf liegende Team für den Europapokal qualifiziert. „Wenn wir international spielen, werden wir zwei, maximal drei Spieler mehr im Kader haben“, sagt Ralf Rangnick. Grundsätzlich möchte der Trainer aber nicht allzu viele Spieler um sich herum haben: „Wenn der Kader größer wäre, hätten wir nicht mehr die Möglichkeit, gezielt mit dem Einzelnen zu arbeiten, wie wir das wollen.“

Ob Janker bleibt? „Das wird man sehen.“ Eines weiß der Hoffenheimer Verteidiger gewiss: Die Stürmer des HSV „sind supertolle Spieler“. Es ist sein Job dafür zu sorgen, dass Olic, Guerrero und vielleicht auch Petric nicht übermäßig glänzen können. Hoch motiviert sind sie, die Hamburger. Sie wollen Revanche nehmen für das 0:3 in der Hinrunde. „Das ist noch in unseren Köpfen“, sagt HSV-Trainer Martin Jol.



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