"Der Trainer wird nicht aufgeben"

"Der Trainer wird nicht aufgeben"

Ernst Tanner

Foto: Eric Schmidt

 

Die Mannschaft enttäuscht, der Trainer resigniert: Beim Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim läuft es nicht rund. "Der Zug nach oben ist jetzt abgefahren", sagte Manager Ernst Tanner nach dem 2:2-Unentschieden am Samstag gegen den FC Augsburg in einem Gespräch mit Eric Schmidt

Herr Tanner, sind Sie froh, dass Trainer Holger Stanislawski den Bettel nicht hingeschmissen hat?

Ernst Tanner: Die Scherzfrage kommt immer zu Beginn. Nein, der Trainer war nie ein Thema. Das hat er selbst ja auch klargestellt.

Aber er klang trotzdem sehr resigniert nach dem 2:2 gegen Augsburg...

Tanner: Der Trainer wird nicht aufgeben. Aber er ist jetzt an einem Punkt angelangt, wo er nicht mehr alles überspielt und die ein oder andere Situation schön redet. Er spricht jetzt klar und deutlich an, was Sache ist. Und ich glaube, das werden die Spieler auch merken.

Welche Konsequenzen könnte es denn jetzt geben?

Tanner: Wenn man ein Spiel gedreht hat, wie wir es gegen Augsburg getan haben; wenn man die Möglichkeit hat, aus einer kompakten Abwehr heraus zu kontern, dann bist du in einer leichteren Situation. Aber du muss diese Kompaktheit erst einmal herstellen. Und da haben einige Herren leider kein Interesse dran. Das ist das eigentlich Enttäuschende.

Es scheint immer noch zu viele Egoisten zu geben im Team.

Tanner: Die Egoismusdebatte führen wir, seitdem ich da bin. Wir haben schon ein paar gute Typen, auf die müssen wir aufpassen, die kämpfen und versuchen alles. Aber der Egoismus ist in der Tat unser Problem. Bei einigen steht der Egoismus vor der Gruppendynamik.



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