Blutende Nasen und ein blau-weißes Herz

Fußball - Peter Hofmann war politisch korrekt gekleidet. Der Präsident von 1899 Hoffenheim trug eine blau-weiße Krawatte, passend dazu ein blau-weißer Vereinsanstecker. Der rot-weiße Bayern-Schal? Der war zu Hause geblieben. Weil das Herz blau-weiß ist - selbst wenn man Bayern-Mitglied ist. „Wenn ich in der Rhein-Neckar-Arena sitze, bin ich immer für Hoffe“, sagt Hofmann.

Für Hofmann, den Bayern-Bewunderer, war das Spiel am Samstag etwas ganz Besonderes. 2:2! Mit dem Rekordmeister auf Augenhöhe. Wer hätte das vor zehn Jahren gedacht? 1999, zur Einweihung des Dietmar-Hopp-Stadions, waren die Bayern erstmals zu Gast. Damals musste „Hoffe“ eine Gage zahlen - und Kristian Baumgärtner, der heutige 2. Vorsitzender, ging bereits nach zehn Minuten verletzt vom Platz. „Ich habe mir die Nase gebrochen. In einem Zweikampf mit Markus Babbel.“

Nun, zehn Jahre später, holten sich die Bayern eine blutige Nase. Das sieht auch Peter Hofmann so: „Der DFB wird schon wissen, wo er die Originalschale hinzubringen hat. Nach Wolfsburg.“, sagt er. esc



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