Allein der Pressechef ist ein Sieger

Allein der Pressechef ist ein Sieger
Noch kein Sieger-Typ: Timo Hildebrand.Foto: AP 

Fußball - Die Raumaufteilung ist Timo Hildebrand immer noch etwas fremd. Als der Torwart von 1899 Hoffenheim am Donnerstagmittag zur Pressekonferenz erscheint, nimmt er am falschen Ende des Tisches Platz - dort, wo das Namensschildchen des Pressesprechers Markus Sieger steht. Die Journalisten in der ersten Reihe, die gerne Hildebrands Fehler zählen, grinsen vor sich hin: „Ja, ja. Der Timo, er will auch mal wieder ein Sieger sein.“

Endlich ein Feiertag

Nein, man hat es nicht leicht als Kicker des Fußball-Bundesligisten. Seit zwölf Spielen hat der Herbstmeister nicht mehr gewonnen, an den letzten Sieg können sich bald nur noch Zeitzeugen erinnern. Damals war's ... am 30. Januar ... beim 2:0 gegen Energie Cottbus. Am Samstag, 15.30 Uhr, steigt in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena nun das Heimspiel gegen den 1. FC Köln, und Hildebrand ist überzeugt, dass dieser Tag ein Feiertag wird. Zum ersten Mal, seitdem er in „Hoffe“ ist, kann er zum dritten Mal in Folge zwischen den Pfosten stehen, außerdem ist es mal wieder Zeit für ein Erfolgserlebnis.

„Irgendwann reißt jede Serie. Mein Gefühl sagt, dass wir gegen Köln gewinnen. Wir haben schon in den letzten Wochen Gas gegeben und Chancen gehabt“, sagt der 30-Jährige. Allerdings: Gegen die Geißböcke wird der alte Hase Hildebrand wieder einmal andere Vorderleute vor sich haben. Für den gelb-rot gesperrten Andreas Beck rückt der brasilianische Leiharbeiter Fabricio in die Startelf, Innenverteidiger Marvin Compper ist angeschlagen (Adduktoren). „Wir haben in der Rückrunde nie mit derselben Mannschaft gespielt. Das ist auch ein Grund, warum wir nicht so erfolgreich sind“, erklärt Hildebrand.

Respekt vor Rangnick

Dass sich die Differenzen zwischen Mäzen Dietmar Hopp und Trainer Ralf Rangnick negativ auf die Mannschaft auswirken, glaubt er nicht. Das Verhältnis zwischen Spielern und Coach sei gut - auch wenn in Internetforen derzeit anderes behauptet wird. „Es stimmt nicht immer alles, was geschrieben wird. Der Trainer ist eine absolute Respektperson. Eine Autorität. Es hat so seine Art, auf die Spieler zuzugehen“, sagt Hildebrand.

Für ihn ist nur noch eines wichtig: So wie der Pressesprecher zu werden. Ein Sieger-Typ eben. esc



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