- Artikel
- 0 Kommentare
- Versenden
„Hoffenheim hat eine große Zukunft“
„Man sieht das auf dem Feld. Die haben eine sehr gute Scouting-Abteilung in Hoffenheim.“
Jupp Heynckes
Fussball - Der Feuerwehrmann brennt auf seinen Einsatz: Jupp Heynckes, Interimstrainer des FC Bayern München, ist heiß auf das Auswärtsspiel an diesem Samstag bei 1899 Hoffenheim. „Es wird ein intensives Spiel. Ein offener Schlagabtausch“, sagt der Coach des Fußball-Bundesligisten im Gespräch mit Eric Schmidt.
Herr Heynckes, Sie haben schon so viel gesehen in Ihrer Fußballkarriere. Aber waren Sie jemals in diesem Örtchen namens Hoffenheim?
Jupp Heynckes: Ich weiß jedenfalls, wo Hoffenheim liegt. Selbst dort war ich noch nicht. Dafür in Sinsheim, glaube ich. Ich meine mich zu erinnern, dort mit Borussia Mönchengladbach mal ein Freundschaftsspiel gemacht zu haben. Also die Umgebung, die kenne ich.
Dann sagt Ihnen bestimmt auch der FV 09 Weinheim noch etwas. Weinheim ist nur 50 Kilometer von Hoffenheim entfernt...
Heynckes: Ja, ja. Da haben wir mit den Bayern mal ein Spiel im DFB-Pokal verloren. 0:1, in der ersten Runde. Es war 35 Grad Hitze, und meine Spieler haben das Spiel auf die leichte Schulter genommen.
Das wird Ihren Spielern gegen Hoffenheim nicht passieren. Es gibt Leute, die sagen, dass Sie im Bundesliga-Endspurt das schwerere Restprogramm haben im Vergleich zu Hertha oder Wolfsburg.
Heynckes: Dazu muss ich sagen, dass ich mir keine Gedanken darüber mache. Ich denke, dass es vorne nicht nur eng ist, sondern auch einen dramatischen Endspurt geben wird. Und aus meiner langjährigen Erfahrung weiß ich, dass sich die Spiele, die auf dem Papier schwer sind, am Schluss manchmal als die leichteren herausstellen.
Das Torverhältnis könnte entscheidend sein. Das heißt, Sie wollen gegen Hoffenheim auch klar gewinnen?
Heynckes: (lacht) Wir fahren nicht nach Hoffenheim, um Spekulationen um unser Torverhältnis zu machen. Wir fahren dorthin, um zu gewinnen. Sonst nichts! Ich habe Hoffenheim in den letzten zwei Spielen studiert. Ich habe eine DVD-Analyse gemacht. Was ich da gesehen habe, war sehr imponierend. In Hoffenheim ist etwas auf den Weg gebracht worden, was strukturiert, was methodisch ist. Das sieht man auf dem Feld. Es gibt viele junge Spieler, die Zukunft haben. Die haben eine sehr gute Scouting-Abteilung dort. Solche Leute zu holen, ist nicht einfach. Er wird ein schwieriges Spiel für uns. Das hat man schon im Hinspiel gesehen.
Im Hinspiel waren Sie noch Rentner. Wo haben Sie dieses Duell gesehen?
Heynckes: Vor dem Bildschirm. Zu Hause in Mönchengladbach. Das war ein Klassespiel. Eines der besten Spiele in der Hinrunde.
Sie sind erst seit drei Wochen im Amt - und haben Lukas Podolski wachgeküsst. Wie das?
Heynckes: Es ist nicht nur eine psychologische Betreuung gewesen, ein Aufwecken. Wir haben auch sehr intensiv auf dem Trainingsplatz gearbeitet. Der Junge ist wieder motiviert, befreit. Er hat Vertrauen. Selbstvertrauen. Und auch die Anerkennung innerhalb der Mannschaft.
Als Ihr Nachfolger beim FC Bayern waren etliche Trainer im Gespräch. Nur ein Name fiel nicht: Ralf Rangnick. Könnten Sie sich ihn irgendwann als Bayern-Coach vorstellen?
Heynckes: Daran, was in Hoffenheim geschehen ist, erkennt man seine Handschrift. Ich weiß nicht, wie er auf dem Trainingsplatz arbeitet, aber was er sagt, hat alles Hand und Fuß. Er gehört zu den qualifizierten Trainer in der Bundesliga. Und warum soll er nicht eines Tages einen Spitzenclub in der Bundesliga trainieren? Aber ich glaube, dass Ralf Rangnick mit Hoffenheim noch viel vor hat. Diese Mannschaft hat eine große Zukunft.
Ihnen macht die Arbeit als Fünf-Spiele-Coach des FC Bayern sichtlich Spaß. Sind Sie auf den Geschmack gekommen, Ihre Trainerkarriere doch noch irgendwo fortzuführen?
Heynckes: Das habe ich schon im Vorhinein nicht beabsichtigt. Es ist nicht meine Absicht, weiter im Trainergeschäft aktiv zu sein.
Und im Ruhestand züchten Sie dann Rosen, so wie es Ihr Kollege Hans Meyer getan hat?
Heynckes: Nein, ich bin ein Bewegungsmensch. Ich habe einen Schäferhund. Der heißt Cando und macht mir richtig Spaß. Mit dem bin ich morgens immer unterwegs.
Sportticker Überregional
Bundesliga 21:04 Uhr
Vor Verhandlung: Hertha glaubt an «sehr gute Chancen»
Bundesliga 20:45 Uhr
Schalke löst Vertrag mit Gavranovic
Bundesliga 17:25 Uhr
Drewes dritter Torwart beim VfL Wolfsburg
Bundesliga 17:22 Uhr
Hannover 96 verlängert mit Andreasen bis 2013
Bundesliga 15:55 Uhr
Bruma bleibt beim HSV - Interesse an Abraham
Bundesliga 15:22 Uhr
FC Bayern eröffnet Vereinsmuseum
Bundesliga 14:44 Uhr
Archivsuche
- Hauptnavigation Freizeit
- Themen Anzeigen
- Links
- Service





