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Rangnick über den Wettskandal, Uli Hoeneß und Ziele
Von Florian Huber

Fußball - Fußballspiele gehen 90 Minuten, Fernsehsendungen deutlich länger - nicht nur wenn Thomas Gottschalk moderiert. In Neckarsulm stand Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick gestern Nachmittag Moderator Klaus Gronewald zweieinhalb Stunden Rede und Antwort. Heute um 22.15 Uhr wird eine Stunde davon als Audi Star Talk im DSF ausgestrahlt.
Ralf Rangnick über...
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Den Wettskandal: Diese Sache wird die ganze Liga betreffen, denn es geht um die Glaubwürdigkeit einer Sportart. Es wird sich sicherlich nicht alles als heiße Luft herausstellen. Der Fußball ist keine Insel. Ich kann mich nicht wie vor vier oder fünf Jahren hinstellen und hoffen, dass der Zug an uns vorbeirauscht. Die Stadien in Deutschland sind voll, weil die Menschen glauben, dass ihnen hier ehrlicher Sport geboten wird. Die Strafe für die Täter muss um ein Vielfaches größer sein, als das, was es vielleicht zu gewinnen gibt. Deshalb müssen beteiligte Spieler auch mit einem lebenslangen Berufsverbot belegt werden. Dann überlegen sich auch Dritt- oder Viertligaspieler sehr genau, was sie machen.
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Druck im Profigeschäft: Nicht jede Traurigkeit ist gleich eine Depression. Bei Robert Enke war es eine Krankheit, das ist auch für meine Spieler wichtig zu wissen. Ich glaube nicht, dass junge Menschen im Profifußball in Bezug auf Depressionen besonders gefährdet sind. Eher das Gegenteil ist der Fall.
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Anfeindungen gegen Dietmar Hopp: Es ist schon auffällig, dass Fans von Traditionsvereinen uns als Gefahr wahrnehmen. Die Schmähgesänge sind weder originell noch geschmackvoll. Es ist klar, dass man darauf abzielt, dass sich Dietmar Hopp zurückzieht - aber das wird nicht passieren.
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Seinen Ruf, ein schlechter Verlierer zu sein: Ich kann Niederlagen nur schwer akzeptieren, aber deshalb bin ich kein schlechter Verlierer. Ich bin sogar sehr stolz darauf, dass ich in 25 Jahren als Trainer - zwölf davon im Profigeschäft - nie auf die Tribüne verwiesen worden bin.
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Uli Hoeneß: Seine Aussage, dass mir Höhenluft nicht bekommt, stimmt nicht. Wir sind doch mit Hoffenheim seit vier Jahren im Höhentrainingslager. An Uli Hoeneß gefällt mir, wie er seinen Verein immer bis aufs Messer verteidigt. Außerdem legt er eine soziale Ader an den Tag. Er vergisst keinen in seinem Umfeld.
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Felix Magath: Egal was er anpackt, es klappt. Egal welchen Spieler er bringt, er schießt ein Tor. Wenn man sieht, welches Ansehen er genießt und was er in der Vergangenheit erreicht hat, dann kann man nur den Hut ziehen.
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Die Herbstmeisterschaft: Die interessiert mich überhaupt nicht. Herbstmeister waren wir doch schon einmal. Alle würden wieder nach Parallelen zum Vorjahr suchen. Neun Punkte aus den vier Spielen bis zur Winterpause, das wäre ein frommer Weihnachtswunsch. Wir wollen an der Spitze oben dran bleiben, den Abstand am besten ein bisschen verkürzen.
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Saisonziele: Besser als in der Vorsaison abzuschneiden, das ist unser Ziel. Am besten unter den ersten Fünf. Und wenn wir am Schluss Dritter werden können, dann wollen wir Dritter werden.
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Emotionalität: Es ist falsch, dass ich nur ein rein rationaler Mensch bin, der einzig auf seinen Kopf hört. Ich bin deutlich mehr vom Bauchgefühl gesteuert als von meinem Kopf.
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Seine berufliche Zukunft: Im Moment ist kein Platz für irgendwelche Träumereien. Was in sechs oder sieben Jahren ist, das weiß ich jetzt noch nicht. Wenn ich die zwei Träume Champions League und Bundestrainer gegenüberstelle, dann würde ich lieber das Erste erleben.
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