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Hopp und Rangnick begraben Kriegsbeil
Von Eric Dobias

Sinsheim - Bei einem Krisen-Gipfel haben Ralf Rangnick und Dietmar Hopp das Kriegsbeil begraben und den Frieden beim Aufsteiger 1899 Hoffenheim wieder hergestellt. In dem rund zweieinhalbstündigen Gespräch räumten der Coach und der Club-Mäzen am Dienstag ihre in den vergangenen Tagen offen zutage getretenen Differenzen über die zukünftige Transferpolitik des Fußball- Bundesligisten aus und einigten sich auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit.
„Ich freue mich, dass die atmosphärischen Störungen restlos beseitigt sind und wir in vollstem Vertrauen weiterarbeiten werden. Für mich bleibt Ralf Rangnick der ideale Trainer für Hoffenheim, daran hat sich auch nach den letzten Tagen überhaupt nichts geändert“, sagte Hopp. Auch Rangnick zeigte sich sehr zufrieden und sicherte zu, seinen bis 2011 laufenden Vertrag zu erfüllen. „Ich bekenne mich auch weiterhin ohne jeden Vorbehalt zu meiner Aufgabe bei 1899 Hoffenheim. Die aufgekommenen Missverständnisse sind vollständig ausgeräumt“, erklärte er.
Absturz
Nach dem Absturz des Herbstmeisters ins Bundesliga-Mittelmaß hatte Rangnick im Anschluss an das 0:4 beim VfL Wolfsburg für die kommende Saison eine stärkere personelle Aufrüstung als bisher geplant gefordert. Milliardär Hopp hatte dies als „Erpressung“ aufgefasst. Im Zuge der hitzigen Debatte war sogar über eine vorzeitige Trennung Rangnicks schon zum Saisonende spekuliert worden.
In dem Gespräch, an dem auch Manager Jan Schindelmeiser und Geschäftsführer Jochen Rotthaus teilnahmen, signalisierte der Mäzen nun seine Bereitschaft, der Forderung von Rangnick nach mehr Geld für Verstärkungen im Bedarfsfall nachzukommen. „Die 10 Millionen Euro sind nicht in Stein gemeißelt. Wir werden das von Fall zu Fall entscheiden“, sagte Hopp. Rangnick will für die nächste Spielzeit sechs bis sieben neue Spieler verpflichten, um die Mannschaft an die Bundesligaspitze heranzuführen.
Erleichterung
Schindelmeiser kommentierte das Ergebnis des Treffens mit großer Erleichterung. Es zeige, „dass trotz der kurzzeitigen Irritationen in allen wesentlichen Punkten nach wie vor ein hohes Maß an Übereinstimmung besteht“, sagte der Manager, der sich über die Attacke Rangnicks gewundert hatte. „Wie Rangnick in die Öffentlichkeit gegangen ist, hat mich schon überrascht“, räumte er ein.
Hopp versicherte, dass sich an der gemeinsamen Zielsetzung im Verein nichts geändert habe. „Wir werden weiter junge Spieler entwickeln“, sagte der Mäzen. Nach den nun beigelegten Turbulenzen schließe er nicht aus, Rangnick sogar über 2011 hinaus an den Verein zu binden. „Wir wissen, was wir an ihm haben. Er identifiziert sich in hohem Maße mit dem Verein. Ich könnte mir vorstellen, den Vertrag über die Laufzeit hinaus zu verlängern“, erklärte Hopp.
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05.05.2009
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