Hoffenheim: Kritik vor Dortmund-Duell an Watzke

Mahner
Hans-Joachim Watzke hat sich vor dem Spiel gegen Hoffenheim an die BvB-Fans gewandt. 
Fußball - Bundesligist 1899 Hoffenheim wehrt vor dem Heimspiel gegen Dortmund vehement gegen Äußerungen des Borussia-Geschäftsführers Hans Joachim Watzke. Der hatte die Verteilung der Fernsehgelder scharf kritisiert und die Clubs aus Wolfsburg, Leverkusen und Hoffenheim angegriffen.

Am Mittwoch forderte Watzke noch die eigenen Fans auf, beim brisanten Gastspiel am Samstag (15.30 Uhr) im Kraichgau auf Beleidigungen gegenüber dem Gegner und seinem Mäzen Dietmar Hopp zu verzichten. „Den Aufruf hätte er sich schenken können, wenn er auf seine populistischen Sprüche verzichtet hätte“, sagte 1899-Manager Jan Schindelmeiser am Donnerstag.

„Seine Äußerungen haben doch keine Substanz. Die Fernsehgelder werden in den Ligen gerecht verteilt. Die Ausgeglichenheit ist ein Indiz dafür“, meinte Schindelmeiser. Der 1899-Manager erinnerte an Zeiten, als die Dortmunder viele Millionen ausgegeben haben. „Und was ist passiert. Das Geld ist weg“, meinte Schindelmeiser, dem auch noch die unerfreulichen Szenen aus der letzten Saison in Erinnerung sind. Damals hielt ein Dortmunder Fan ein Plakat mit der Aufschrift „Im Fadenkreuz. Hasta la vista Hopp“ hoch und beleidigte damit den Hoffenheimer Mäzen. Von allen Seiten sei nach dem Selbstmord von Nationaltorhüter Robert Enke ein anderer Umgangston angemahnt worden, erklärte Schindelmeiser. „Watzkes Äußerungen sind das Gegenbeispiel.“

Neun Punkte fordert 1899-Coach Ralf Rangnick aus den letzten vier Spielen der Vorrunde: „Wir müssen uns beweisen, konstante Leistungen bringen.“ Ihm schmeckt nicht, dass sein Team gegen die ersten acht Teams der Tabelle lediglich zwei Punkte holte, wie der Kicker (Donnerstag) vorrechnete. „Acht, neun Mannschaften können in dieser Saison Meister werden. Wir haben eine exzellente Ausgangsposition“, erklärte Rangnick, dessen Team sich beim 4:0 in Köln torhungrig gab.

Personell haben die Hoffenheimer keine Probleme. Selbst Andreas Ibertsberger, der am 2. November wegen Brüchen des Jochbeins, der Augen- und Kieferhöhle operiert werden musste, trainiert schon wieder mit der Mannschaft und könnte am Samstag bereits im Kader stehen. Besonders umworben sind die Plätze im Angriff: Vedad Ibisevic, Demba Ba, Chinedu Obasi und Maicosuel stehen für 3 Plätze im Sturm bereit. lsw






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