Maicosuel bestätigt Wechsel zu 1899 Hoffenheim

TSG 1899 Hoffenheim - FC Bayern München
Sinsheim -  Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim hat angeblich den ersten Transfer-Coup für die kommende Saison gelandet und den Brasilianer Maicosuel verpflichtet. Der 22 Jahre alte offensive Mittelfeldspieler gab seinen Wechsel von Botafogo Rio de Janeiro zu den Kraichgauern gegenüber der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua bekannt. Hoffenheims Pressesprecher Markus Sieger wollte die Verpflichtung von Maicosuel hingegen noch nicht bestätigen.

Maicosuel soll in Hoffenheim einen Fünfjahresvertrag unterschreiben. Die Ablösesumme soll bei 4,5 Millionen Euro liegen. Konkretes Interesse an Maicosuel hatten auch Zenit St. Petersburg, Spartak Moskau sowie Vereine aus der englischen Premier League angemeldet.

Endspiel um Platz sieben

1899 Hoffenheim will zum Abschluss seiner furiosen Premieren-Saison in der Fußball-Bundesliga noch das „Endspiel um Platz sieben“ gewinnen. „Es ist schon wichtig, nicht zu verlieren, damit man mit einem guten Gefühl in die Sommerpause gehen kann. Außerdem wäre es schön, wenn wir nicht nur Werder Bremen und Bayer Leverkusen, sondern auch Schalke hinter uns lassen könnten“, sagte Nationalspieler Marvin Compper vor der Partie des Aufsteigers am Samstag (15.30 Uhr) beim Tabellennachbarn FC Schalke 04. Für Trainer Ralf Rangnick hat jedoch „nicht das Ergebnis Vorrang, sondern die Art, wie wir auftreten“.

Bei der Pressekonferenz am Donnerstag meldete sich Vedad Ibisevic in der Öffentlichkeit zurück. Der bosnische Stürmer, der mit 18 Toren in den 17 Hinrunden-Spielen für Furore gesorgt hatte und dann mit einem Kreuzbandriss ausfiel, hat in dieser Woche erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert. „Ich freue mich, dass ich wieder Fußball spielen kann. Die Freude ist größer als die Angst, dass etwas passieren könnte“, sagte er. In Gelsenkirchen auflaufen wird Ibisevic jedoch nicht („Das käme zu früh“).

Bei ihren Planungen für die neue Runde können Rangnick und Manager Jan Schindelmeiser doch mehr ausgeben als bislang angenommen. Generell seien die ursprünglich veranschlagten zehn Millionen Euro zwar eine Menge Geld, „aber dieser Betrag war und ist eine Planungsgröße aus dem Februar/März“, sagte Mäzen Dietmar Hopp der „Sport Bild“. Damals sei noch nicht absehbar gewesen, wie viele Spieler man für die kommenden Saison brauche, erklärte der Milliardär.

Kein Limit

Hopp war Anfang Mai mit Rangnick aneinandergeraten, nachdem dieser mehr Geld für Verstärkungen gefordert hatte. Nun verkündete Hopp, es gebe kein Limit für Investitionen: „Ich habe 1899 Hoffenheim nicht unterstützt, um wieder auszusteigen. Dieser Club soll mich lange überdauern und langfristig in der 1. Liga spielen. Es gibt keine festgelegte Obergrenze.“ Bislang hat 1899 noch keinen neuen Profi für die kommende Spielzeit unter Vertrag genommen. Der Club hat zu den gewünschten Neuzugängen Kontakt aufgenommen, wartet aber noch auf Zusagen. dpa/sid

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