Frankfurt, immer wieder Frankfurt

Von unserem Redaktionsmitglied Marc Schmerbeck

Frankfurt, immer wieder Frankfurt
Maximilian Reule, der beste Torhüter beim EBM-Papst Hallenmasters, streckt sich vergeblich. Doch der Neunmeter des Frankfurters Juan Gomez knallt im Finale gegen den Innenpfosten. Trotzdem gewann die Eintracht gegen den KSC mit 2:1. 

Fussball - Es war ein krachendes Ende. Ein Schluss mit Showeffekt. Direkt nach der Siegerehrung des 10. EBM-Hallenmasters der A-Junioren donnerte und funkelte es vor der Gerhard-Sturm-Halle. Den ersten runden Geburtstag des Turniers feierten die Veranstalter mit einem großen Musikfeuerwerk. "Das war für mich sogar das i-Tüpfelchen", sagt Karl-Heinz Beck, der für die Koordination der Mannschaften zuständig ist. Das i-Tüpfelchen auf ein Turnier, das er sportlich als vielleicht das Beste in der Turnier-Geschichte sieht.

"Ich fand es toll, dass Dortmund unter schwierigen Bedingungen zugesagt hat, ein gutes Turnier gespielt hat und insgesamt eine nette Truppe war. Die möchte ich nächstes Jahr wieder da haben." Eine guten Eindruck hinterließ auch der FC St. Pauli bei seiner Premiere in Mulfingen. "Wir werden uns mit Sicherheit Gedanken machen und an Kleinigkeiten arbeiten", sagt Beck. Ein Highlight wäre noch die Verpflichtung des FC Bayern München. Doch der spielt keine Hallenturniere. "Wir haben auch schon überlegt, ausländische Teams einzuladen, aber ich glaube, das ist im Moment nicht der richtige Zeitpunkt", sagt Beck.

Hohes Niveau

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13 Treffer erzielte Lukas Ehlert − so viel wie kein anderer zuvor. 
Es gibt auch keine Notwendigkeit für Änderungen. Die Halle war wie in jedem Jahr voll, die Zuschauer kamen auf ihre Kosten und auch von den Teilnehmern gab es Lob. "Mit Lemgo und der Veranstaltung im Sindelfinger Glaspalast ist es für mich eines der besten A-Junioren-Turniere in Deutschland", sagte Alexander Schur, Trainer des Seriensiegers Eintracht Frankfurt.

Zum dritten Mal nahmen die Hessen in diesem Jahr den Siegerpokal entgegen. Und dies nach Startschwierigkeiten. Ungewohnt angespannt präsentierte sich Schur am Samstag. Erst nach dem Finale zeigte sich ein Lächeln auf seinen Lippen. "Ich bin froh, dass wir uns gegen die starke Konkurrenz durchgesetzt haben", sagte er. "Wir sind schlecht gestartet und hatten Probleme mit der Konzentration. Im ersten Spiel hat die Leistungsbereitschaft nicht so gestimmt. Da ist mir der Kragen geplatzt."

Seine Jungs mussten sich wohl einiges anhören. Schließlich sind die Frankfurter das erfolgreichste Team in der Geschichte des Masters. 2004, 2010 und jetzt 2012 gewannen sie. "So eine Turnier-Teilnahme ist für uns immer ein großer organisatorischer Aufwand, da erwartet man dann auch Willen", sagte Schur. Diesen sei man auf der anderen Seite auch den Organisatoren schuldig. "Wenn man sieht, was hier alles auf die Beine gestellt wird, da kann man nicht nur 80 Prozent geben." Seine Jungs hatten ihn verstanden. Schur: "Schließlich repräsentieren wir auch den Verein." Da passte die 1:3-Niederlage am Morgen gegen den Karlsruher SC nicht ins Bild. Doch im Finale nahm die Eintracht dann Revanche und besiegte den KSC mit 2:1.

Treffsicher

Zudem stellten die Schur-Truppe mit Lukas Ehlert den besten Torschützen des Turniers. 13 Mal traf der Stürmer. "Das ist einer, der vielleicht einmal sein Hobby zum Beruf machen kann", sagte Schur. Aber er betonte auch, dass dies nur möglich ist, wenn er auch sein Leben danach ausrichte.

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Frankfurts Torhüter Yannic Horn jubelt nach dem 2:1-Sieg seiner Mannschaft im Finale gegen den Karlsruher SC.Fotos: Marc Schmerbeck 
Eine starke Leistung lieferte auch die Mannschaft von 1899 Hoffenheim ab, die nach einem 5:2-Sieg im Neunmeterschießen gegen den VfL Bochum Dritter wurde. Im Halbfinale waren die Hoffenheimer am KSC gescheitert. Bochum hatte bei seinem Halbfinaleinzug etwas Glück im Halbfinale. Beim 2:1-Sieg gegen den FC St. Pauli profitierten sie von der Inkonsequenz des Schiedsrichters, der den VfL-Torhüter nach einem − freilich unabsichtlichen − Handspiel an der Mittellinie auf dem Feld ließ, dafür aber Freistoß gab und einen Hamburger drei Minuten vor dem Ende wegen eines normalen Fouls für zwei Minuten vom Feld schickte. In dieser Phase fiel die Entscheidung.

Fairerweise muss aber gesagt werden, dass es eine der wenigen strittigen Entscheidungen der ansonsten guten Schiedsrichter war.

 



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