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TSV Crailsheim und Eintracht Frankfurt erfolgreich
Von Marc Schmerbeck und Reinhold Brütting
>>Spielplan und Ergebnisse der Amateurmannschaften (Sonntag)
>>Spielplan und Ergebnisse des A-Junioren-Turniers (Samstag)
Fußball - Es war ein schneller Satz über die Bande. Dann gab es Küsschen für die Freundin. Martin Kleinschrodt strahlte. Er wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt und holte mit seiner Mannschaft den Turniersieg. Der Oberligist TSV Crailsheim durfte gestern zum dritten Mal den Pokal für die beste Amateurmannschaft der Region in die Hände nehmen. Bei den ersten beiden Auflagen ging der TSV schon als Sieger hervor. Und die Trophäe wurde geherzt. Semih Dalyanci drückte seine Lippen auf das Metall, Hakan Cetin und Torhüter Thomas Weiß ebenfalls.
Matchwinner
Der Crailsheimer Schlussmann war der Matchwinner im Finale. 2:2 stand es nach der regulären Spielzeit gegen Tura Untermünkheim. 3:3 nach der Verlängerung. „Es ist ärgerlich, wenn man in letzter Sekunde den Ausgleich kassiert“, meinte Tura-Trainer Fredi Skurka. Und so schlug die Stunde von Weiß. Er hielt gleich die ersten drei Neunmeter der Untermünkheimer. Seine Mannschaft traf zwei Mal. Dann parierte er erneut. Mit 5:3 nach Neunmeterschießen entschied Crailsheim das Turnier für sich. Sein Gegenüber Lukas Dammbach erhielt trotzdem die Auszeichnung des besten Torhüters.
„Wir sind zufrieden“, sagte Kleinschrodt. „Wir haben gezeigt, dass man uns nicht abschreiben darf. Das war eine geschlossene Leistung.“ Der TSV hatte sich in der Ehre gekitzelt gefühlt. Denn im Vorfeld wurde der Verbandsligist Hollenbach als Turnierfavorit gehandelt. Doch den FSV Hollenbach ereilte im Halbfinale das bittere Aus. In letzter Sekunde erzielte Kleinschroth das 2:1 für sein Team.
„Schade, aber so ist eben Hallenfußball“, sagte FSV-Trainer Manfred Stephan. „Da braucht man auch das nötige Quäntchen Glück. Das hatten wir heute nicht. Wir hatten im Halbfinale gefühlte 70 Prozent Ballbesitz.“ Trotzdem zeigte er sich mit seiner Truppe zufrieden. „Die Jungs haben engagiert gespielt“, sagte Stephan. Bis auf die Urlauber wie zum Beispiel Joseph Fameyeh und Neuzugang Nico Nierichlo oder angeschlagene Spieler hatte er den Kader der ersten Elf aufgeboten.
Pech
Am Ende wurde Hollenbach Vierter. Das Glück war dem FSV gestern einfach nicht hold. Denn ebenfalls in letzter Sekunde kassierte man im Spiel um Platz drei das entscheidende Tor zur 1:2-Niederlage gegen den FC Heilbronn. „Es war uns wichtig, dass wir uns positiv präsentiert haben“, sagte George Akcan. Er vertrat in Mulfingen Trainer Viktor Enns. „Vergangenes Jahr waren wir Vierter, das haben wir getoppt, deshalb können wir zufrieden sein. Gut war, wie wir in der Vorrunde Moral bewiesen haben und im letzten Spiel einen Rückstand drehten und noch die nötigen Tore zum Weiterkommen erzielt haben.“
Verärgert zog Rainer Trefz ab. Er wurde mit der TSG Bretzfeld nur Elfter. Vor Künzelsau. „Wenn ich Senioren aufgeboten hätte, wäre es besser gelaufen“, schimpfte er. Küsschen gab es von ihm sicher keine.
Fußball-A-Junioren: Regionale Teams begeistern - Eintracht Frankfurt gewinnt
Der Fußballnachwuchs von Eintracht Frankfurt hat am Samstag das EBM-Papst-Hallenmasters zum zweiten Mal gewonnen. Eine sehr junge Mannschaft besiegte im Finale Rot-Weiß Erfurt mit 3:2. „Wir haben packende Spiele und Mannschaften in Bestform erlebt“, zog EBM-Papst-Pressesprecher Hauke Hannig zum Abschluss eine positive Bilanz, „und die beiden regionalen Vertreter, der TSV Crailsheim und der FSV Hollenbach beeindruckten die Zuschauer mit einer fantastischen Leistung.“
Der FSV Hollenbach und der TSV Crailsheim waren furios gestartet. Sie hatten zudem den Vorteil, dass sie - wie jedes Jahr - von den Bundesligaclubs völlig unterschätzt wurden.
Der SV Werder Bremen unterlag dem TSV Crailsheim mit 1:2 und Eintracht Braunschweig verlor gegen den FSV Hollenbach sogar deutlich mit 0:3. Die in der Bezirksliga Hohenlohe spielenden Crailsheimer trotzten dem FSV Mainz 05, nach der Vorrunde Zweiter der Bundesliga Süd/Südwest, und Eintracht Frankfurt jeweils ein Unentschieden ab. Von den Crailsheimer Toren gingen in dieser Phase allein fünf auf das Konto von Arthur Reiswich, der vom VfB Stuttgart zum TSV Crailsheim gewechselt ist und dort auch in der Oberliga-Mannschaft eingesetzt wird. Am Ende war Reiswich trotz des vorzeitigen Ausscheidens zusammen mit Philip Klement (1. FC Kaiserslautern) mit sechs Treffern Torschützenkönig des Turniers.
Gegen Greuther Fürth verlor Crailsheim unglücklich mit 2:3. Lediglich Rot-Weiß Erfurt musste sich der TSV mit 2:5 deutlich geschlagen geben. Damit erzielten die Crailsheimer acht Punkte. Noch war eine Mannschaft aus der Region so erfolgreich beim EBM-Papst-Hallenmasters. Zum Einzug ins Viertelfinale fehlte lediglich das notwendige Quäntchen Glück.
Hollenbacher Siegestaumel
Aber auch die in der Verbandsliga spielenden A-Junioren des FSV Hollenbach konnten mit den Bundesligaclubs sehr gut mithalten. Bester HolIenbacher war Pascal Sohm, der beim Auftaktspiel gegen die Braunschweiger, die ohne Punktgewinn die Heimreise antreten mussten, zwei der drei Tore erzielte. Im Siegestaumel waren die Hollenbacher nach dem 3:2 Sieg gegen den Borussia Mönchengladbach. Für die Gladbacher, die mehrere Jugendnationalspieler in ihren Reihen haben, war diese Niederlage der Anfang vom Ende.
Mönchengladbach war ebenso wie der Karlsruher Sportclub hervorragend gestartet. Aber je länger das Turnier dauerte, desto mehr Federn mussten die beiden Clubs lassen. Auch der zum Favoritenkreis zählende FSV Mainz 05 schaffte nicht den Einzug ins Viertelfinale.
Das erste Viertelfinalspiel gewann Eintracht Frankfurt mit 2:1 gegen Kaiserslautern, das zweite mit dem gleichen Resultat Erfurt gegen den Vorjahressieger Rot-Weiß Ahlen. Das Spiel um den dritten Platz konnten die „Lauterer“ mit 4:1 für sich entscheiden.
Packendes Finale
Und dann kam das spannende Finale. Eintracht Frankfurt war - nicht wie die meisten anderen Vereine - mit seiner U 19 am Start, sondern mit seiner starken U 17, die zu den besten Mannschaften dieser Altersklasse in Deutschland gehört. Diese Mannschaft dominierte das Finale gegen Rot-Weiß Erfurt, ging dreimal in Führung. Zweimal gelang Erfurt der Ausgleich, aber am Ende setzte sich die technisch und konditionell bessere Mannschaft durch.
Zum besten Torwart des Turniers wurde Philipp Kühn von Rot-Weiß Ahlen gewählt, zum besten Spieler Mark Langner von Rot-Weiß Erfurt.
Neben packenden Spielen genossen die Besucher auch ein faszinierendes Rahmenprogramm mit den Jazztänzerinnen des SV Mulfingen sowie Poppin Hood, Weltmeister im Electric Boogie, und den Sportakrobatinnen vom TSG Hofherrenweiler.
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