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Über einen 15:0-Sieg kann Rico Rossi nur lachen
Von unserem Redakteur Andreas Öhlschläger
Eishockey - Christian Künast fand seine Mannschaft einfach nur "sauschlecht". Die 0:3-Heimpleite der Hannover Indians am Dienstag im Pokal-Halbfinale gegen Bietigheim hatte dem Trainer die Laune gründlich verdorben. "Wenn wir am Freitag auch so spielen, verlieren wir 0:15", grantelte er.
Am Freitag, also heute Abend, spielen die Heilbronner Falken in Hannover. Trainer Rico Rossi geht allerdings nicht davon aus, dass es leicht wird, drei Punkte zu holen. Und ein 15:0? Ganz sicher nicht. "Jetzt geht es für die um einen Playoff-Platz", sagt er. "Das ist etwas anderes als der Pokal."
DVD-Studium
Die Indians sind momentan Achter, stehen also auf dem letzten jener Tabellenränge, die einen in die Playoffs bringen. Vier Punkte zurück sind die Ravensburg Towerstars, die als amtierender Meister unbedingt noch den Sprung ins Viertelfinale schaffen wollen. Rico Rossi hat sich von einem befreundeten Trainer die DVD eines Spiels gegen die Hannover Indians schicken lassen. "Ich hab die nie selbst gesehen, seit Christian Künast dort Trainer ist." Der ehemalige Nationaltorwart übernahm den Job Ende November von Bernhard Kaminski, der wegen Erfolglosigkeit gehen musste.
Kurz vor Kaminskis Rauswurf hatten die Falken in Hannover mit 4:2 gewonnen.
Der Heilbronner Lieblingsgegner in dieser Saison sind allerdings die Lausitzer Füchse. Drei Partien gab es bislang. 6:2 und 5:2 siegten die Falken auswärts, zu Hause gab es Mitte November das famose 10:0. Nun soll die makellose Serie nicht beschmutzt werden.
Großer Unterschied
Am Sonntag (18 Uhr, Kolbenschmidt-Arena) geht es darum, die insgesamt nicht gerade beeindruckende Heimbilanz zu verbessern. 32 Punkte haben die Falken auf eigenem Eis bisher geholt. Spitzenreiter Landshut kommt auf 44. Im Angriff werden Rico Rossi einige Spieler fehlen. Der Trainer kann den Kader fürs heutige Spiel nicht mit Mannheimer Jungadlern auffüllen: "Die sind beim Nationalteam." In der Partie vor einer Woche gegen Dresden waren Alexander Ackermann und Marcel Kurth im Heilbronner Trikot aufgelaufen.
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