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Falken stolpern nur beinahe
Von unserem Redakteur Andreas Öhlschläger
Eishockey - Es kann ja nicht immer alles klappen wie gewollt. Das Spiel der Heilbronner Falken gegen die Dresdner Eislöwen hat am Freitagabend mit zehn Minuten Verspätung begonnen, weil Thomas Gödtel beim Warmmachen eine Scheibe kaputtgeschossen hatte.
Immerhin schafften es die Falken dann aber, ihre Siegesserie am Leben zu halten. Das 3:2 nach Penaltyschießen war der neunte Erfolg in Serie. Zum Helden wurde Goalie Domenic Bartels. Er hielt alle drei Dresdner Schüsse, Fabio Carciola traf für Heilbronn zum Sieg.
Spät waren die Falken auf Touren gekommen − aber in sehr beeindruckender Manier. Nur mit dem Toreschießen haperte es. Also gab es nur zwei statt drei Punkten.
MacDonald pausiert
Bei den Falken fehlten die verletzten Stürmer Chris Billich und Luigi Calce. Weil Trainer Rico Rossi vier Angriffsreihen aufbieten wollte, spielten diesmal alle fünf ausländischen Stürmer der Falken. Auf der Tribüne saß Torwart Ryan MacDonald. Domenic Bartels bestritt deshalb seine vierte Zweitligapartie von Beginn an in dieser Saison. Einmal mehr hielt der 21-Jährige richtig gut.
Bei den Dresdner Eislöwen stand erstmals der neue Goalie Steve Silverthorn auf dem Eis. Er zeigte, dass er ein ganz wichtiger Rückhalt in der Abstiegsrunde sein könnte. Um die Playdowns werden die Dresdner als Tabellenschlusslicht nicht herumkommen.
Im ersten Drittel hatte Patrick Strauch die Eislöwen in Führung geschossen. Er lauerte vorne, bekam den Puck und traf platziert − 0:1. Der Ausgleich ließ allerdings nicht lange auf sich warten. In der 14. Minute erzielte Michel Léveillé aus kurzer Distanz das 1:1. Danach hatte Dresden die besseren Möglichkeiten. In der 15. Minute tauchte Topscorer Patrick Jarrett allein vor Bartels auf, der aber wurde nach einem Heilbronner Abwehrpatzer zum Retter. In der 20. Minute war erneut der Goalie Sieger des Duelles Jarrett gegen Bartels.
Im zweiten Drittel gingen die Dresdner Eislöwen erneut in Führung. In der 23. Minute war Hugo Boisvert erfolgreich. Bei den Falken war gerade die Youngster-Angriffsreihe mit Steven Billich, Alexander Ackermann und Marcel Kurth auf dem Eis. In der Rückwärtsbewegung waren sie ein wenig lässig, die Eislöwen freuten sich über ihr Kontertor.
Nachlässig
Im Heilbronner Team leisteten sich allerdings auch die Routiniers einige Nachlässigkeiten. Dresden kam dadurch immer wieder zu Möglichkeiten. Bei den Falken setzte sich fort, was zu Hause schon oft zu erleben war: allzu großzügig wurden die Torchancen vergeben. Gegen Ende des zweiten Drittels war der Ausgleich mehrfach fällig, aber jetzt hielt Steve Silverthorn richtig stark.
Im Schlussabschnitt war es dann Alexander Serikow, der für die Falken das 2:2 schoss. In der 49. Minute hämmerte er die Scheibe ins Netz, Silverthorn war chancenlos. Zuvor hatte Francis Lemieux eine Riesenmöglichkeit vergeben (46.). Dresdens Bruce Becker kratzte zudem in der 45. Minute die Scheibe von der eigenen Torlinie.
Am Ende war bei den Falken nur noch Sturm und Drang. Aber Silverthorn, der Pfosten und Glück verhinderten das mehrfach ganz nahe 3:2. In der Verlängerung ging es ebenso weiter. Die Falken brillierten spielerisch − aber sie trafen einfach nicht. Am Sonntag (18 Uhr) spielen die Falken in Kaufbeuren. Das ESVK-Team hatte gestern frei.
Falken - Dresden 3:2 n.P. (1:1,0:1,1:0)
Tor: Bartels (Deske). Abwehr: Fendt, Baum; Gödtel, Mapes, Kozhevnikov. Angriff: Fabio Carciola, Léveillé, Lemieux; Urquhart, Marshall, Capraro; Adriano Carciola, Krull, Serikow; Steven Billich, Ackermann, Kurth
Tore: 0:1 (12.) Strauch, 1:1 (14.) Léveillé, 1:2 (23.) Boisvert, 2:2 (49.) Serikow, 3:2 (Penalty) Fabio Carciola
Zuschauer: 1500. Strafminuten: 8/10
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