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Falken setzen Siegesserie fort
Von unserem Redakteur Andreas Öhlschläger
Eishockey - Diesmal nicht. Am Sonntagabend kassierten die Heilbronner Falken keine Niederlage gegen den SC Riessersee − erstmals in dieser Zweitligasaison. Das 4:1 (2:0,1:1,1:0) war für Rico Rossis Mannschaft der achte Sieg in Folge. Im Jahr 2012 sind die Falken weiterhin ungeschlagen.
Drei Mal hatten es die Falken zuvor vergeblich versucht, den Aufsteiger aus Garmisch zu besiegen. 2:4, 2:4, 3:4 nach Verlängerung − stets waren die Heilbronner als Verlierer vom Eis gefahren. Auch weil Lubor Dibelka, der Topscorer des SCR und der gesamten Liga, immer fleißig gepunktet hatte. Fünf Tore und fünf Vorlagen waren die Ausbeute des Tschechen bei den drei Falken-Pleiten. Gestern ging Dibelka leer aus.
Zu verspielt
Die Falken verpassten vor 1411 Zuschauern in der Kolbenschmidt-Arena ein Schützenfest. Viel zu verschwenderisch gingen sie mit der großen Zahl erstklassiger Tormöglichkeiten um, vor allem in Überzahl. Neun Powerplays gab es, nur ein Mal fiel ein Tor. Zu verspielt waren die Angriffe immer wieder. Wirklich schön anzuschauen, aber eben nicht effektiv.
Als überzähliger Ausländer saß diesmal Cory Urquhart auf der Tribüne. Weil Chris Billich noch verletzt ist (Leiste), musste Rico Rossi keinen deutschen Ü-23-Spieler aussortieren. Dem Trainer ist es wichtig, keinen Spieler dauerhaft zurückzusetzen. "Es geht um die Chemie in der Mannschaft. Ich will keine schlechte Stimmung in der Kabine." Beim 5:4-Sieg am Freitag im Derby bei den Steelers hatte er Bryan Marshall auf die Tribüne beordert. Sollte sich kein Spieler verletzen, wird weiter rotiert. "Das hat nichts mit der Performance zu tun."
Schon früh waren die Falken auf dem Erfolgsweg. Michel Léveillé traf in der 7. Minute in Überzahl von der blauen Linie. In der 8. Minute ließ Luigi Calce das 2:0 folgen. Zwischendrin hatte Falken-Torwart Ryan MacDonald seine Klasse gezeigt, als er gegen Dibelka rettete.
Traumtor
Im zweiten Drittel "haben wir ein bisschen zu kompliziert gespielt", meinte Rico Rossi. Der SCR traf in eigener Unterzahl durch Tim Regan (22.) und bekam Aufwind. "Wenn das 2:2 fällt, weiß keiner, wie es ausgeht", sagte Rossi. Alles geklärt war in der 38. Minute, als Corey Mapes den Puck im Tor unterbrachte. Ein echter Hingucker war das 4:1 durch Francis Lemieux. Er traf in der 42. Minute für die Falken in Unterzahl − und wie! Der Kanadier startete ein Solo, ließ sich von den vielen Gegnern nicht beirren, kurvte hinter dem Tor herum und schob die Scheibe über die Linie.
Falken - SC Riessersee 4:1 (2:0, 1:1,1:0)
Tor: MacDonald (Bartels). Abwehr: Fendt, Baum; Danner, Gödtel; Kozhevnikov, Mapes. Angriff: Fabio Carciola, Léveillé, Lemieux; Marshall, Calce, Capraro; Adriano Carciola, Serikow, Krull; Kurth, Ackermann, Steven Billich.
Tore: 1:0 (7.) Léveillé, 2:0 (8.) Calce, 2:1 (22.) Regan, 3:1 (38.) Mapes, 4:1 (42.) Lemieux
Zuschauer: 1411. Strafminuten: 6 / 30.
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