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Falken: Zwölf Punkte Vorsprung auf Platz fünf
Von unserem Redakteur Andreas Öhlschläger
Eishockey - Rico Rossi nippt genießerisch an seinem Rotwein. Dem Trainer der Heilbronner Falken geht es derzeit richtig gut. "Ich mag meine Mannschaft", sagt Rossi am Sonntagabend nach dem 4:1 gegen den SC Riessersee, dem achten Sieg hintereinander in der 2. Eishockey-Bundesliga. "Ich habe von Anfang an gesagt: Wenn die Mannschaft in Form ist, wird es sehr viel Spaß machen."
Kaum zu glauben, dass dem famosen Januar, in dem die Falken 22 von 24 möglichen Punkten geholt haben, der Katastrophen-Dezember mit acht Niederlagen in zehn Spielen vorausgegangen ist.
Die Krise, während der so mancher Fan einen Trainerrausschmiss gefordert hatte, ist längst vorbei. Einen komfortablen Zwölf-Punkte-Vorsprung haben die Falken als Tabellenzweiter auf Platz fünf. Die ersten vier Teams werden Mitte März mit einem Heimvorteil in die Playoffs gehen. "Zwölf Punkte, das ist geil", freut sich Rossi.
Landshut im Visier
Am kommenden Wochenende können die Heilbronner zudem einen Angriff auf Spitzenreiter Landshut starten. Der Vorsprung der Cannibals ist nach ihrer 3:6-Niederlage am Sonntagabend in Ravensburg auf drei Punkte geschrumpft. Und Landshut hat mit den Spielen beim FünftenLausitzer Füchse sowie gegen den Dritten Schwenningen die schwierigeren Aufgaben vor sich als die Falken. Rico Rossis Team spielt am Freitag in der Kolbenschmidt-Arena gegen den Tabellenletzten Dresden. Am Sonntag steht die Reise nach Kaufbeuren (Sechster) auf dem Plan.
An seinem ersten Wochenende im Trikot der Heilbronner Falken hat der neue Torwart Ryan MacDonald gezeigt, dass er ganz sicher kein Fehlgriff des Trainers gewesen ist. Zwar hat der 26-Jährige beim Derby in Bietigheim gleich den ersten Schuss aufs Tor passieren lassen, doch danach half er mehrfach mit starken Reaktionen, den Lokalrivalen mit 5:4 nach Verlängerung zu schlagen. "Er hat eine sehr ruhige Körpersprache, zappelt nicht herum. Das ist wichtig für die Mannschaft", sagt Rico Rossi.
Allerdings wird der Trainer den kanadischen Torwart demnächst auf die Bank setzen. Aus Prinzip. "Wir haben einen Ausländer zu viel, deshalb gibt es eine Rotation. Auch der Goalie muss mal raus." Domenic Bartels, die Nummer zwei, hat drei Mal in dieser Saison bewiesen, dass sich das Team voll auf seine Reflexe verlassen kann.
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