Abgewatscht und auf der Autobahn gestrandet

Von unserem Redakteur Andreas Öhlschläger

Abgewatscht und auf der Autobahn gestrandet
Hmm, das war nix! Marshall scheint über das 2:6 nachzudenken.Foto: Veigel 

Eishockey - Es gibt Dinge, sie sich ziemlich schnell reparieren lassen. Und es gibt ernsthafte Probleme. Falken-Trainer Rico Rossi ist fest davon überzeugt, dass von den Schwächen seiner Mannschaft bei der 2:6-Pleite in Kaufbeuren bald nichts mehr zu sehen sein wird: "Das kann man reparieren."

Beim Mannschaftsbus der Heilbronner Falken hat das Sonntagnacht nicht funktioniert. Bei der Rückfahrt aus dem Allgäu ging der Bus kurz vor Ulm kaputt. "Es war was mit dem Bremsdruck nicht in Ordnung, wir konnten nicht mehr weiterfahren", erzählte Rico Rossi gestern. "Um drei Uhr bin ich nach Hause gekommen." Die Zwangspause auf dem Autobahn-Seitenstreifen dauerte lange. "Sie haben versucht, es zu reparieren. Aber dann hat uns ein anderer Bus nach Gruibingen gebracht, von dort ging es mit einem Heilbronner Ersatzbus zurück."

Keine großen Sorgen

Rico Rossi hatte viel Zeit, sich das 2:6 in Kaufbeuren noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen. Es war zwar nach zuvor neun Siegen in Folge eine bittere Schlappe, aber für den Trainer des Tabellenzweiten kein Rückschlag, der ihm richtig große Sorgen macht. Das Hauptproblem im eisigen, da auf einer Seite offenen Stadion: "Wir sind nicht auf unserem Spielplan geblieben." Nach einem richtig guten ersten Drittel machten zu viele Heilbronner Spieler nicht mehr, was sie sollten. Das nutzen die Allgäuer genüsslich aus.

Auf eine umfassende Spielanalyse im Bus verzichtete der Trainer. Aber eines wollte er seinen Spielern nicht ersparen: die 5:3-Überzahl zu Beginn des letzten Drittels, als die Falken die Chance zum 3:4-Anschlusstreffer hatten, sie nicht nutzten und dann in 5:4-Überzahl das 2:5 kassierten. "Das haben wir auf DVD nochmal angeschaut. Das war wirklich grottenschlecht."

Am Freitag (20 Uhr) geht es für den Heilbronner Zweitligisten bei den Hannover Indians weiter. Dann wollen die Falken wieder für positive Nachrichten sorgen − und nicht erneut für eine Warnung in den Radio-Verkehrsmeldungen.




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