Ein Kampf auf Messers Schneide - 3:2 gegen Schwenninger Wild Wings

Von Marco Scheinhof





Eishockey - Schon vor dem Spiel gegen die Schwenninger Wild Wings gab es am Freitagabend in der Lava- tec-Arena viel zu tun. Nachdem beim Aufwärmen eine Scheibe zu Bruch gegangen war, waren Manager Ernst Rupp und seine Helfer gefordert. Das dauerte, so dass die Partie mit zehn Minuten Verspätung begann. Auch die Heilbronner Falken hatten große Probleme, vor 1821 Zuschauern in die Zweitliga-Partie zu finden. Nach hartem Kampf gewannen sie das Landesduell gegen den Tabellenelften trotz frühen Rückstands noch mit 3:2 (1:2,1:0,0:0) nach Penaltyschießen und vergrößern so ihren Vorsprung auf die REV Tower Stars, die mit 2:4 bei den Lausitzer Füchsen verloren.

Unfreiwillige Hilfe

Ein Kampf auf Messers Schneide
Frank Petrozza scheitert an dem Schwenninger Torwart Michael Ryan Brown. Im Nachschuss trifft dann Aaron Power für die Falken .Foto: Andreas Veigel
Zu Spielbeginn galt es auch recht schnell, auf dem Eis einiges zu kitten. Schon in der sechsten Minute nutzte der Schwenninger Brady Leisenring die Strafen gegen Tobias Samendinger und Axel Hackert zum 0:1. Nur wenig später verlor Samendinger kurz vor dem eigenen Tor den Puck und verhalf den Wild Wings so unfreiwillig zum 2:0 durch Radek Krestan. Der Stürmer hob den Puck unhaltbar für Falken-Torwart Marek Mastic ins obere Toreck. „Die Schwenninger haben nach ihrer schwachen Saison etwas gutzumachen“, hatte Falkentrainer Rico Rossi schon vor dem Spiel gewarnt. Außerdem galt es für die Falken, den Vorsprung auf den Fünften Ravensburg Tower Stars zu halten. Es war also Zeit zu handeln. Beim Ansturm auf das gegnerische Tor war Aaron Power zum 1:2 erfolgreich (9.), nachdem Gästetorwart Michael Ryan Brown einen Versuch Frank Petrozzas sensationell mit der Hand abgewehrt hatte.

Rossi hatte diesmal nur sieben gelernte Angreifer im Aufgebot. Um auf die gewünschten drei Sturmreihen zu kommen, ließ er die Verteidiger Christopher Fischer und Marco Schütz stürmen. Fischer tat das neben Luigi Calce und Axel Hackert, Schütz mit Derek Edwardson und André Schietzold.

Spieldauerstrafe

Im zweiten Drittel wurde es turbulent. Schiedsrichter Sven Fischer zog durch viele strittige Entscheidungen den Unmut der heimischen Fans auf sich. Vor allem in Minute 33, als er Falken-Verteidiger Nico Pyka mit einer Spieldauerstrafe in die Kabine schickte. In der 36. Minute aber machte Falken-Kapitän Luigi Calce die Fans wieder glücklich. Nach einem Foul an Axel Hackert, der alleine aufs gegnerische Tor zugestürmt war, verwandelte er den gegebenen Penalty zum 2:2-Ausgleich. „Heute ist wenigstens wieder mal richtig was los, auch wenn der Schiedsrichter nicht gerade für uns pfeift“, sagte HEC-Präsident Claus Böhm.

Auch im dritten Abschnitt bekämpften sich beide Mannschaften mit großer Intensität. So handelte sich Schwenningens Pat Baum eine Zehn-Minuten-Strafe (41.) ein. Zwei Minuten vor Spielende musste Schwenningens Krestan auf die Strafbank, die Falken konnten diesen Vorteil jedoch nicht nutzen. So ging es in die Verlängerung, in der trotz guter Möglichkeiten kein Treffer fiel. Das Penaltyschießen musste entscheiden. Dort sorgte Calce für den Falken-Sieg.

Falken - Schwenningen 3:2 n.P. (1:2,1:0,0:0)

Tor: Mastic (Dürr).

Abwehr: Pyka, Ackermann, Müller, Fendt, Anderson, Power, Brückner.

Angriff: Fischer, Schütz, Petrozza, Hackert, Samendinger, Edwardson, Calce, Birbraer, Schietzold.

Tore: 0:1 (6.) Leisenring, 0:2 (8.) Krestan, 1:2 (9.) Power, 2:2 (36.) Calce, 3:2 Calce.

Schiedsrichter: Fischer.

Zuschauer: 1821.

Strafminuten: 35/24.



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