Heilbronner Falken gehen mit 1:4 in Bremerhaven unter

Von Marco Scheinhof

Eishockey -  Ausgerechnet die weiteste Auswärtsfahrt der zweiten Bundesliga war für die Heilbronner Falken erneut ein aussichtsloses Unterfangen. Schon die erste Partie bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven hatten die Mannen von Rico Rossi mit 1:5 verloren. Beim letzten Hauptrundenspiel der Heilbronner am Sonntagabend wurde es nicht besser. Mit 1:4 (0:3,0:1,1:0) gingen die Falken an der Nordsee unter. „Zu dem Spiel heute gibt es nichts zu sagen, die Mannschaft hat alles versucht, mehr war nicht drin. Das Heimrecht ist ein optimales Ergebnis für uns“, sagte Rossi.

Leere Sitzreihen

Verwunderlich war die Niederlage nicht. Zum einen haben die Falken seit Samstag das Heimrecht für die Playoffs sicher. Zum anderen war es eine Rumpfmannschaft, die sich auf den Weg nach Bremerhaven gemacht hatte. Nicht nur Manager Ernst Rupp fehlte wegen einer Erkältung. Auch sonst herrschte Leere in den Sitzreihen. Neben Trainer Rossi saßen nur 14 Spieler im Bus. Darunter mit Marek Mastic nur ein Torwart, da die verschiedenen Ersatzleute wie Felix Brückmann oder Tobias Amon fehlten. Für die Abwehr hatten sich nach der Sperre für Nico Pyka vom Freitagabend immerhin sieben Spieler fit gemeldet, Marco Schütz, Benedikt Brückner und Marco Müller mussten aber in den Sturm ausweichen. So hatte Rossi zumindest drei Angriffsreihen. Für die Verteidigung bedeutete das, dass Aaron Power, Torsten Fendt, Harlan Anderson undNicolas Ackermann Sonderschichten fahren mussten.

Mit Axel Hackert (Leiste) und Ian MacNeil fehlten zwei wichtige Leistungsträger im Angriff. Vor allem bei MacNeil ist noch nicht absehbar, wie lange er pausieren muss. Seit der Auswärtspartie am vergangenen Dienstag beim SC Riessersee hat er Probleme an der Bandscheibe. „Ich hoffe, dass ihm die Erholungszeit bis zu den Playoffs reicht. Aber sicher kann man das nicht wissen“, meinte Rossi.

Haltbar

Von Beginn an waren die Heilbronner auf verlorenem Posten gestanden. Erst recht, da es nach fünf Minuten bereits 2:0 für die Gastgeber stand. Erst hatte Chris Falloon getroffen (3.), dann Martin Sekera (5.). Beide Treffer wären für einen Mastic in Normalform haltbar gewesen. Aber auch der Falken-Torhüter gönnte sich am Sonntag mal einen seiner wenigen schwächeren Tage. In der 19. Minute überwand ihn noch Thomas Holzmann zum 3:0-Zwischenstand. In der Offensive war von den Heilbronnern kaum etwas zu sehen. Daran änderte sich auch im zweiten Drittel nichts. Nur selten kamen die Gäste nach vorne, während sie in der Abwehr über Maßen gefordert waren. In der 22. Minute waren sie machtlos, als Matthias Forster das 4:0 markierte. Spätestens hiermit war die Partie entschieden.

Immerhin gaben die Heilbronner nie auf. Sie kämpften, auch wenn es aussichtslos war. Im dritten Drittel holte Rossi seine stürmenden Verteidiger wieder auf ihre angestammten Positionen zurück, so dass die Falken bis zum Schlusspfiff nur noch mit zwei Reihen agierten. Und sie hatten in der Tat Erfolg damit. Maxim Birbraer gelang der Ehrentreffer (53.) – mehr ging nicht mehr. Nun haben die Falken bis zum Start der Playoffs gute zwei Wochen Zeit, sich zu erholen. Am letzten Hauptrundenspieltag in einer Woche sind sie spielfrei, dann stehen noch die Pre-Playoffs an, um die die Falken auch herumgekommen sind.
Rossi nutzt die freie Zeit, um für eine Woche nach Kanada zu fliegen. Die Spieler haben bis Mittwoch frei, das Training ab Donnerstag übernimmt kurzfristig Jugend-Cheftrainer Gerd Wittmann.

Bremerhaven - Falken 4:1 (3:0,1:0,0:1)

Tor: Mastic.
Abwehr: Ackermann, Fendt, Anderson, Power.
Angriff: Schütz, Petrozza, Samendinger, Edwardson, Müller, Calce, Birbraer, Schietzold, Brückner.
Tore: 1:0 (3.) Falloon, 2:0 (5.) Sekera, 3:0 (19.) Holzmann, 4:0 (22.) Forster, 4:1 (53.) Birbraer.
Schiedsrichter: Györgyicze.
Strafminuten: 8/14.




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