Heilbronner Falken bleiben auf Kurs



Eishockey - Es war ein überraschender Anruf. Am Freitagmittag meldeten sich die Verantwortlichen der Mannheimer Adler bei Rico Rossi, um ihm mitzuteilen, dass sie am Abend Frank Mauer gerne bei ihm einsetzen würden. Der Trainer der Heilbronner Falken sagte natürlich nicht Nein, schließlich war er über jeden guten Stürmer beim wichtigen Zweitliga-Spiel gegen die Landshut Cannibals froh. Durch den 8:4 (2:1,4:1,2:2)-Erfolg vor 1829 Zuschauern sind die Falken dem direkten Playoff-Einzug einen weiteren Schritt näher gekommen. Sie liegen nun nur noch drei Punkte hinter dem Fünften Landshut und einen Zähler hinter dem Sechsten SC Riessersee, der am Freitagabend spielfrei war.

„Frank soll Spielpraxis bekommen, die kriegt er nur bei uns“, sagte Rossi, der Mauer neben Luigi Calce und Cory Urquhart stürmen ließ. Auch Torwart Felix Brückmann saß wider Erwarten bei den Falken auf der Ersatzbank, er hätte eigentlich für Mannheim in der DEL als zweiter Mann aushelfen soll. Adler-Torwart Fred Brathwaite war jedoch schneller wieder fit geworden als zunächst gedacht.

Viel Selbstvertrauen

Rico Rossi war vor der Partie zuversichtlich gewesen. „Wir haben in dieser Woche sehr gut trainiert und sehr viel Selbstvertrauen“, hatte er gesagt. Das merkte man. Sehr aggressiv mit gutem Forechecking legten die Gastgeber los. Allerdings vergaben sie gleich zu Beginn eine vierminütige Überzahl. Überraschend fiel der Führungstreffer der Gäste. Kamil Toupal kam völlig frei vor Falken-Torwart Sebastian Vogl zum Schuss und markierte das 0:1 (9.). Doch die Falken antworteten prompt. In Überzahl war Jeff Mason zum 1:1 (10.) erfolgreich, nur 21 Sekunden später netzte US-Nationalspieler PJ Fenton zum 2:1 (10.) ein.

Das 2:2 der Landshuter in der 26. Minute durch Ty Morris in Überzahl hätte eine Wende im Spiel sein können. Doch an diesem Abend ließen sich die Falken durch nichts aus ihrem Spielplan bringen. Sie blieben aggressiv, spielten flüssig und nutzten ihre Chancen. Erst durch Dustin Johner, der freistehend zum 3:2 (28.) traf. Dann durch Thomas Gödtel, der wie zuletzt mehrfach gesehen von der blauen Linie in Überzahl Martin Cinibulk überwand (31.). Nun hatten die Heilbronner ihren Gefallen am Toreschießen gefunden. Erneut Johner (33.) und Urquhart (39.) legten zum verdienten 6:2 nach.

Nachlegen

Im letzten Abschnitt ließen die Heilbronner nur wenig nach, sie dachten nicht daran, Kräfte für die Partie am Sonntag in Bremerhaven zu schonen. Dort wollen sie mit einem Sieg nachlegen, um der direkten Playoff-Teilnahme noch näher zu kommen. Die Landshuter kamen noch zum 3:6 durch Ty Morris (45.). Pat Baum stellte mit dem 7:3 (53.) den alten Abstand wieder her, ehe Landshuts McDonough traf (55.). Den Schlusspunkt setzte der überragende Johner (58.).

Falken - Landshut 8:4 (2:1,4:1,2:2)

Tor: Vogl, (Brückmann).
Abwehr: Gödtel, Schütz, Fendt, Mason, Baum, Brückner.
Angriff: Calce, Urquhart, Mauer, Fenton, Cabana, Johner, Monych, Plachta, El-Sayed, Wenzel, Filobok, Müller.
Tore: 0:1 (9.) Toupal, 1:1 (10.) Mason, 2:1 (10.) Fenton, 2:2 (26.) Morris, 3:2 (28.) Johner, 4:2 (31.) Gödtel, 5:2 (33.) Johner, 6:2 (39.) Urquhart, 6:3 (45.) Morris, 7:3 (53.) Baum, 7:4 (55.) McDonough, 8:4 (58.) Johner. Schiedsrichter: Kadow. Strafminuten: 12/28.





termine11besenkalenderverkehrspiele

Live-Ticker | www.falkenticker.de


www.heilbronner-falken.de





Archivsuche