Heilbronner Falken: Hoffnung ist zurück

Von Marco Scheinhof

Falken: Hoffnung ist zurück
Luigi Calce (links) und seine Heilbronner Falken haben trotz durchwachsener Leistungen ein erfolgreiches Wochenende gefeiert. Sie holten sich gegen Crimmitschau und Kaufbeuren fünf Punkte.Foto: Andreas Veigel 
Gegen ihre beiden derzeitigen Lieblingsgegner in der zweiten Bundesliga sind die Heilbronner Falken wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Dem 5:3-Erfolg vom Freitagabend gegen die Eispiraten Crimmitschau ließen die Heilbronner am Sonntag einen 3:2 (0:1,2:1,0:0)-Sieg nach Penaltyschießen in Kaufbeuren folgen. Damit ist nicht nur die Serie an Auswärtsniederlagen beendet, sondern vor allem auch die Hoffnung auf die direkte Playoff-Teilnahme zurück.

„Ich hoffe, dieser Sieg macht die Köpfe der Spieler freier“, hatte Falken-Trainer Rico Rossi am Freitagabend gesagt. Zuvor war gegen Crimmitschau lange Zeit eine überaus nervöse Heilbronner Mannschaft auf dem Eis gestanden. „Ich weiß auch nicht, warum das Selbstvertrauen fehlt“, sagte Rossi. Das vorherige Null-Punkte-Wochenende hatte seine Spieler sichtlich verunsichert. Doch nun sollte Ruhe und Abgeklärtheit ins Team zurückgekehrt sein.

Starker Johner

Wie bereits am Freitag gegen Crimmitschau hatten die Falken auch in Kaufbeuren große Probleme mit der Chancenverwertung. „Wir bringen die Scheibe einfach nicht ins Tor“, klagte Rossi. In Kaufbeuren war sein Team lange Zeit deutlich überlegen, musste aber dennoch bis zum Penaltyschießen warten, ehe der verdiente Auswärtssieg feststand. Cory Urquhart und Dustin Johner hatten ihre Penaltys verwandelt und damit für zwei Punkte gesorgt.

Johner war bereits in der regulären Spielzeit erfolgreich gewesen und zu Recht zum besten Spieler der Falken an diesem Abend gewählt worden. In der 30. Minute hatte er in Unterzahl das 1:1 markiert und damit die frühe Führung der Kaufbeurer durch Dominic Krabbat (5.) ausgeglichen. Dieses 1:1 hielt jedoch nicht lange. Bereits wenige Augenblicke später hatte Christof Aßner für das 2:1 der Gastgeber gesorgt. US-Nationalspieler PJ Fenton glich kurz vor Ende des zweiten Abschnitts, den die Gäste deutlich dominiert hatten, zum 2:2 (39.) aus.

Im letzten Drittel gelang keiner Mannschaft ein Treffer, obwohl beide Teams durchaus gute Möglichkeiten hatten. Kaufbeuren erwies sich in den letzten 20 Minuten als gleichwertiger Gegner, die Falken hatten ihre vorherige Dominanz verloren. Immerhin konnten sie im Penaltyschießen den Zusatzpunkt sichern. Am Freitag hatte es lange nach einer Niederlage ausgesehen. Erst kurz vor Schluss drehten die Heilbronner die Partie gegen Crimmitschau durch einen Doppelschlag von Lance Monych (56.) und Simon Wenzel (57.).

Kaufbeuren - Falken 2:3 n.P. (1:0,1:2,0:0)

Tor: Vogl, (Brückmann).
Abwehr: Mason, Schütz, Baum, Müller, Brückmann, Fendt, Gödtel.
Angriff: Walsh, Filobok, Hackert, Monych, Johner, Fenton, Mauer, Calce, Reid, Höfflin, Wenzel, Urquhart.
Tore: 1:0 (5.) Krabbat,1:1 (30.) Johner, 2:1 (30.) Aßner, 2:2 (39.) Fenton, 2:3 (65.) Johner.
Schiedsrichter: Steinecke.
Zuschauer: 1349.
Strafminuten: 6/8.


Hintergrund: SC Riessersee schwächelt

Der SC Riessersee ist in der Tabelle wieder in Reichweite der Heilbronner Falken. Die Garmischer haben ihre beiden Spiele am Wochenende verloren. Erst am Freitag mit 1:5 bei den Lausitzer Füchsen, dann am Sonntag mit 3:4 zu Hause gegen die Landshut Cannibals. Damit liegen die Garmischer als Sechster nur noch fünf Punkte vor den Falken, haben aber zwei Spiele mehr bestritten. red




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