Bad Tölz steigt ab, Falken haben Heimrecht

Eishockey - Entspannt konnte Rico Rossi am Sonntagmorgen den Mannschaftsbus der Heilbronner Falken besteigen. Wusste er doch bereits vor dem Auswärtsspiel am Sonntag in Bremerhaven, dass sich seine Mannschaft das Heimrecht für die Playoffs gesichert hatte. Dafür war weniger der 3:2-Heimsieg nach Penaltyschießen vom Freitagabend gegen die Schwenninger Wild Wings verantwortlich als vielmehr die Entscheidung, die der Ligaverband ESBG am Samstag auf einer außerordentlichen Sitzung in München traf. Die Tölzer Löwen, die vor einer Woche einen Insolvenantrag gestellt haben, stehen als wirtschaftlicher Absteiger fest und dürfen daher auch nicht an den Playoffs teilnehmen. Damit rückt jede Mannschaft um eine Position in der Tabelle nach vorne, so dass die Falken nun noch um Rang drei oder vier kämpfen.

Heimstark

„So schade das für Bad Tölz ist, wir haben dadurch unser zweites Ziel in dieser Saison erreicht. Gerade für uns als heimstarke Mannschaft ist das Heimrecht sehr wichtig“, sagte Rossi. Freude dürfte es auch bei den sächsischen Clubs Eislöwen Dresden und Eispiraten Crimmitschau geben. Beide können sich endgültig über den Klassenverbleib in der zweiten Bundesliga freuen. Durch die Entscheidung am Samstag entfällt für den Vorletzten Dresden und Schlusslicht Crimmitschau die Abstiegsrunde. Da beiden Clubs damit jedoch Zuschauer-Einnahmen verloren gehen, werden sie mit jeweils 47.500 Euro finanziell entschädigt.

Vielleicht Oberliga

Die Tölzer werden die Hauptrunde noch zu Ende spielen, dann aber auf Rang 13 in der Tabelle gesetzt. Immerhin können sie darauf hoffen, im nächsten Jahr Oberliga spielen zu dürfen. Wenn es dem vorläufigen Insolvenzverwalter Hingerl gelingt, die GmbH zu sanieren, kann sich diese Gesellschaft für den Spielbetrieb der Oberliga bewerben und bei positiver Lizenzprüfung an diesem Spielbetrieb teilnehmen. Bis dahin ist es für die Bad Tölzer aber noch ein weiter Weg.

Fraglich ist auch, mit welchem Team sie die Saison beenden. Zumindest am Sonntag beim 6:4 in Freiburg hatte Trainer Axel Kammerer wieder einige seiner Stützen aus dieser Saison dabei.       



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