Erstbesteigung für Werner Habiger

Fußball - Es gibt schon Leute, die den VfB Eppingen abgeschrieben haben. Wie Andreas Kocher. Wenn der Trainer des FC Astoria Walldorf II vom Titelrennen in der Fußball-Landesliga Rhein-Neckar spricht, redet er offen von einem Zweikampf. „Wir und Waldhof - darauf wird es rauslaufen“, sagt Kocher und meint: „Eppingen hat anscheinend dieselben Schwierigkeiten wie in der Rückrunde des vergangenen Jahres. Mit ihren schlechten Trainingsbedingungen im Winter haben sie eindeutig einen Nachteil.“

Von Eric Schmidt

Erstbesteigung für Werner Habiger

„Es gibt noch genügend Spiele. Es ist noch nichts passiert.“

W. Habiger

Fußball - Es gibt schon Leute, die den VfB Eppingen abgeschrieben haben. Wie Andreas Kocher. Wenn der Trainer des FC Astoria Walldorf II vom Titelrennen in der Fußball-Landesliga Rhein-Neckar spricht, redet er offen von einem Zweikampf. „Wir und Waldhof - darauf wird es rauslaufen“, sagt Kocher und meint: „Eppingen hat anscheinend dieselben Schwierigkeiten wie in der Rückrunde des vergangenen Jahres. Mit ihren schlechten Trainingsbedingungen im Winter haben sie eindeutig einen Nachteil.“

Optimismus

Ob der VfB aber wirklich schon abgeschlagen ist? Der Tabellendritte, der Waldhof und Walldorf mit vier bzw. sieben Punkten hinterherhinkt, sieht die Lage anders. „Wir geben nicht auf. Wir hören nicht auf, an uns zu glauben. Sonst wären wir fehl am Platz“, sagt Kapitän Markus Skamrahl. Auch Werner Habiger gibt sich kämpferisch: „Andreas Kocher wird sich noch wundern. Vielleicht ist er am Ende ja Dritter“, erklärt der VfB-Trainer und betont: „Es ist noch nichts passiert. Es gibt noch genügend Spiele. Man muss immer mit uns rechnen.“ Klar ist: Nach zwei Spielen ohne Sieg sind die „Roten“ aus dem Kraichgau in Zugzwang. Wenn am Sonntag, 15 Uhr, das Auswärtsspiel bei der DJK/FC Ziegelhausen/Peterstal steigt, muss ein Dreier her. Das Problem: Ziegelhausen/Peterstal ist so etwas wie der Angst- und Bammelgegner des VfB. Seit dem Abstieg aus der Verbandsliga hat er nicht mehr gegen die Elf vom „Köpfel“ gewonnen. In der vergangenen Saison gab es zwei Mal ein 1:1-Unentschieden, in der Hinrunde dieser Spielzeit verlor man mit 0:1.

Habiger weiß, was auf ihn zukommt - und spricht von einer „Herkules-Aufgabe“: „Ziegelhausen war die beste Mannschaft, gegen die wir bisher gespielt haben. Die haben verdient gewonnen bei uns. Es ist eigentlich unbegreiflich, dass die jetzt solche Probleme haben.“ Ansonsten ist der Trainer einfach nur gespannt. Er, der Ex-Profi, der schon so viel erlebt und so viel gesehen hat, war noch nie auf dem „Köpfel“. Es ist sozusagen seine Erstbesteigung des Höhenstadions in der Landesliga. „Höhenluft tut gut. Vielleicht ist eine so unbequeme Mannschaft jetzt genau der richtige Gegner, um die Kuh vom Eis zu bringen, um wieder Selbstvertrauen zu tanken.“ Seine Elf jedenfalls ist vorbereitet. Am Montag wurde das unglückliche 2:2-Unentschieden gegen den FV Brühl aufgearbeitet, danach gab es zwei Tage trainingsfrei - „damit sich jeder mal Gedanken machen kann“, wie Habiger es formuliert. Am Donnerstag traf man sich im Kraichgaustadion, das Abschlusstraining am Freitag wurde in Elsenz absolviert.

Fragezeichen

Habiger setzt nun voll und ganz auf die Führungsspieler - wie Markus Skamrahl. „Von ihm muss mehr kommen. Das weiß er auch. Er hat sich nach dem frühen 0:1 gegen Brühl versteckt“, sagt der Trainer, der seine Elf möglicherweise umstellen wird. Benjamin Hönnige ist nach seiner Grippe wieder mit von der Partie, ein Fragezeichen steht hinter Kalle Friedmann, der sich eine Schulterverletzung zugezogen hat. Ein Comeback von Sercan Gürler ist ausgeschlossen. Habiger hat ein Schlichtungsgespräch mit dem in Ungnade gefallenen Mittelfeldspieler abgelehnt. Gürler war zum Heimspiel gegen Brühl als Zuschauer erschienen - im rot-schwarzen VfB-Trainingsanzug. Habiger konnte er damit nicht erweichen. „Vielleicht wollte er mir ja seine neue Frisur zeigen. Das Thema ist durch.“