Friedrichshaller SV unterliegt Hoffenheim mit 0:18

Bad Friedrichshall  Das Endergebnis ist mehr als deutlich: Mit 0:18 verliert der Bezirksligist aus Bad Friedrichshall gegen die TSG Hoffenheim. Auch das gewünschte Ehrentor wollte dem Außenseiter nicht gelingen - auch sonst blieben die Wünsche des FSV unerfüllt.

Von Lars Müller-Appenzeller

Meist waren die Hoffenheimer einen Schritt schneller. Am Ende blieb dem Bezirksligisten im Duell mit dem Bundesligisten sogar der Ehrentreffer verwehrt.

Das Ich-wünsch-mir-was-Spiel des Friedrichshaller SV gegen die TSG 1899 Hoffenheim hat (nicht ganz) das erwartete Ende gefunden: Der Bezirksligist unterlag am Donnerstagabend im Sportpark Bad Friedrichshall dem Bundesligisten mit 0:18 (0:11). Unter anderem vier Wünsche waren von FSV-Seite vor dem Spiel des Jahres formuliert worden. Das ist daraus geworden:

 

Wunsch I: FSV-Trainer Massimo Marrone wollte mit 1899-Kollege Julian Nagelsmann „fünf, sechs Minuten lang reden“. Wunsch nicht erfüllt: Nagelsmann war nicht mit nach Bad Friedrichshall gereist; Alfred Schreuder coachte die Mannschaft.

Gute Stimmung ja, zu den gewünschten 2000 Zuschauern fehlten - wohl auch wegen des mäßigen Wetters - allerdings noch einige.

Wunsch II: „2000 Zuschauer sind die Zielmarke“, hatte FSV-Pressemann Manfred Eckert gesagt. Der Wunsch ging nicht in Erfüllung. Noch kurz vor dem Anpfiff hatte es in Strömen geregnet, beim Anpfiff waren es nach offiziellen Angaben 1100. Die kamen auf Ihre Kosten: Weil es aufhörte zu regnen. Und weil die nicht eingesetzten Profis wie Sandro Wagner, Oliver Baumann und Serge Gnabry fleißig Autogramme gaben.

Wunsch III: FSV-Stürmer Hendrik Belz hoffte: „Gegen den Bundesligisten ein Tor zu erzielen, das wäre richtig geil, aber das wird richtig schwer.“ So ist es, der Wunsch ging nicht in Erfüllung. Die dickste, weil einzige Torchance hatte Marvin Knoll in der 55. Minute. Der Unterländer Dominik Draband im Tor der Hoffenheimer hielt.

Wunsch IV: FSV-Verteidiger Markus Klein hoffte auf „weniger Gegentore … als Heilbronn im letzten Jahr“. Der SV Heilbronn war am 2. September 2016 dem Bundesligisten aus dem Kraichgau mit 1:13 unterlegen. Wunsch nicht erfüllt. Die Tore beim 0:18 schossen: Sejad Salihovic (4), David Otto (4), Mark Uth (3), Kerem Demirbay (3), Nico Schulz (2), Kevin Akpoguma (1) und Neuzugang Felix Passlack (1).

 

Hier finden Sie einen ausführlichen Spielbericht mit Stimmen von Spielern und Trainern.

 

 

Statistiken

Friedrichshaller SV: Muhammed Yilmaz, Jonathan Veith, Yunus-Emre Yilmaz, Marcel Lumpp, Hendrik Belz, Tim Falk, Florian Rücker, Marvin Knoll, Selim Polat, Marvin Oberland, Markus Klein. Eingewechselt: Bastian Essing, Kokulan Ketheralingam, Alexander Anselm, Marius Dell, Bali Idrizi, Can Ceylan, Niko Ehmann, Alexander Späck, Ümit Güney, Patrick Voß, Patrick Bertok, Dustin Weinmann.

1899 Hoffenheim: Dominik Draband (60. Stefan Drljaca), Eugen Polanski, Kerem Demirbay (46. Lukas Rupp), Nico Schulz, Mark Uth (46. Niklas Schaffer), Benjamin Hübner (46. Tim Hüttl), Kevin Akpoguma, Sejad Salihovic, Felix Passlack, Alexander Rossipal, David Otto.

Tore: 0:1 (6.) Demirbay, 0:2 (11.) Uth, 0:3 (13.) Otto, 0:4 (15./Strafstoß) Salihovic, 0:5 (21.) Salihovic, 0:6 (26.) Demirbay, 0:7 (35.) Uth, 0:8 (39.) Uth, 0:9 (41.) Demirbay, 0:10 (43.) Akpoguma, 0:11 (45.+1) Salihovic, 0:12 (51.) Otto, 0:13 (53.) Otto, 0:14 (57.) Salihovic, 0:15 (60.) Otto, 0:16 (66.) Schulz, 0:17 (71.) Passlack, 0:18 (88.) Schulz.

Schiedsrichter: Carl Höfer (Weissach im Tal).

Zuschauer: 1780