Boris Stein gewinnt Challenge Heilbronn

Triathlon  Boris Stein triumphierte am Sonntagmittag souverän beim Mitteldistanz-Triathlon. Bei den Frauen überquerte Daniela Sämmler als Erste die Ziellinie. Wir haben beide im Stimme.tv-Interview befragt.

Von Andreas Öhlschläger

 

Athleten aus 25 Ländern, die über ihre Grenzen gehen und viele Emotionen zeigen. Und die Zuschauer sind ganz nah dran am Geschehen. Das ist die Challenge Heilbronn. 

Die Spitzenathleten, die um 9 Uhr bei der Halbdistanz an den Start gingen, waren die ersten im Ziel. Am Nachmittag gingen die Sportler bei der Olympischen Distanz und der Volksdistanz auf die Strecke. Die große Siegerehrung folgte um 17 Uhr.

>>Aktueller Ergebnisdienst (www.challenge-heilbronn.de)

 

Mit der Startnummer zwei auf Platz eins. Der Vorsprung war enorm. Boris Stein wackelte auch am Schluss nicht. Auf der ersten Hälfte der 90-Kilometer-Radstrecke hatte er sich die Führung gesichert, als er den Top-Schwimmer Florian Angert überholte. Beim abschließenden Halbmarathon ließ Stein bei mehr als fünf Minuten Vorsprung beim Wechsel nichts mehr anbrennen. 

Im letzten Jahr war Boris Stein Siebter auf Hawaii geworden, beim Langstreckenklassiker. Bei der Ironman-EM 70.3 in Wiesbaden schaffte er Rang drei. Jetzt gewann er die Sparkassen Challenge Heilbronn powered by Audi. 

Zweiter wurde der Kanadier Trevor Wurtele, als Dritter kam Horst Reichel ins Ziel - wie schon im Vorjahr. 

Auf der Halbmarathonstrecke wurde mächtig gefightet. Nach dem Radfahren war hinter dem Solokämpfer Florian Angert auf Platz zwei eine Vierergruppe fast gleichauf in den sonnenüberfluteten Lauf gegangen: Oldie Timo Bracht, der Kanadier Wurtele, Horst Reichel und Julian Mutterer. Wurtele lief am stärksten. Auch Horst Reichel schaffte es noch aufs Podium. Angerts Traum von einem Top-Drei-Rang platzte. 

 

Bei den Frauen fielen zwei Sieganwärterinnen aus. Erst Laura Philipp, die Titelverteidigerin, die wegen Krankheit am Samstagabend absagte. Dann Yvonne van Vlerken, die vor einer Woche beim Ironman.70.3 im Kraichgau Zweite hinter Philipp geworden war. Die 38-Jährige schwamm stark, musste dann aber auf Podiumskurs nach einem Rad-Sturz aufgeben. 

Der Weg war frei für Daniela Sämmler, die auf Platz eins die Ziellinie überquerte (Zeit: 04:34:33). Auf Rang zwei folgte die Kanadierin Heather Wurtele (04:35:41), Dritte wurde Svenja Thös (04:50:48).

Sämmler war 2016 Dritte bei der Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt. Wurtele stand in den letzten drei Jahren stets auf dem Podium bei der Weltmeisterschaft auf der halben Ironmanstrecke. Ihre Stärke in Heilbronn überraschte nicht. 

>>Aktueller Ergebnisdienst (www.challenge-heilbronn.de)

 

 

Top-Schauplätze 

Da die komplette Heilbronner Innenstadt eine Sportfläche wird, sollten sich Zuschauer einfach in ihr ein bisschen treiben lassen. Die Wege sind kurz, zumindest für die Besucher.

Ein echter Augenschmaus sind die Schwimmstarts am Neckar. Tausende stürzen sich in den Fluss und fangen an zu kraulen: Das Wimmelbild, fast ein Gemälde, ist nur einmal im Jahr zu bestaunen - beim Triathlon. Übrigens: Die Strömung im Neckar ist gering. Das Wasserkraftwerk am Hefenweilersee hat seine Leistung gedrosselt. Und auch die Qualität des Flusswassers liegt deutlich unter den vorgeschriebenen Grenzwerten. 

Spektakulär ist auch der Ausstieg aus dem Wasser, beste Sicht gibt es auf der Ebert-Brücke. Der Reiz des Sports wird auch in der Wechselzone auf dem Parkplatz hinter dem Experimenta-Parkhaus plastisch: Athleten, die hektisch aufs Rad steigen. Auf der Radstrecke ist Haberschlacht eines der Stimmungsnester. Hier sorgt eine deftige Steigung für Qualen im Radsattel. Eine Tortur für die Athleten, eine Sehenswürdigkeit für die Fans.

Mitten drin sind Zaungäste auf dem Heilbronner Marktplatz: Hier ist das Ziel, hier ist auch die Siegerehrung. Außerdem steht eine große Leinwand vor dem Rathaus, wo der Wettkampf live übertragen wird. 

 

Hotspots und Zeitplan

xxx

 

Weitere Artikel zum Thema


Weitere Informationen, Ergebnisse und Livestream