Dritter Heimsieg in Folge für die Falken

Eishockey  Dank der taktisch reifesten Leistung der gesamten Saison haben die Heilbronner Falken am Sonntagabend gegen das DEL-2-Spitzenteam aus Bad Nauheim mit 2:1 (1:1, 1:0, 0:0) gewonnen.

Von unserem Redakteur Stephan Sonntag

Dritter Heimsieg in Folge für die Falken
Eine hakelige Angelegenheit: Falke Tom Fiedler (links) muss sich Bad Nauheimer Abwehr entgegensetzen. Foto: Andreas Veigel

Für den neuen Trainer Fabian Dahlem war es der erste Drei-Punkte-Sieg sowie der dritte Heimerfolg in Serie. Das verdiente Lob kam von Gästetrainer Petri Kujala: "Heilbronn hat taktisch clever in der neutralen Zone gespielt. Dagegen haben wir kein Mittel gefunden."

Besuch von Wolf

Dahlem hatte im Vergleich zur 1:3-Niederlage am Freitagabend bei den Lausitzer Füchsen nur eine Änderung vorgenommen. Wie angekündigt stand Goalie Hannibal Weitzmann für Peter Holmgren zwischen den Pfosten. Auf der Tribüne verfolgte auch Dahlems Vorgänger Mannix Wolf die Partie. "Ich interessiere mich einfach für Eishockey und schaue mir zurzeit überall Spiele an", erklärte er seinen Besuch. Ein Gespräch mit seinem Nachfolger hatte es bis Spielende nicht gegeben. "Mich freut, dass er da war", sagte Dahlem.

Der neue Falken-Goalie musste im Spiel ähnlich früh hinter sich greifen wie sein Torhüterkollege am Freitag. Nauheims Topscorer Nick Dineen traf reichlich freistehend in der dritten Minute mit einem nicht unhaltbaren Schuss. Doch im Gegensatz zu der Partie in Weißwasser hatten die Falken umgehend eine Antwort parat. Einen schnellen Gegenangriff schloss David Hajek zum 1:1 (vierte Minute) ab.

Danach entwickelte sich phasenweise ein offener Schlagabtausch mit weiteren Chancen auf beiden Seiten. Insgesamt besaßen die Gäste mehr Spielanteile und hatten auch die Mehrzahl der Einschussgelegenheiten.

Das änderte sich diametral zu Beginn des Mitteldrittels. Wie schon in den vergangenen Spielen kamen die Falken mit viel Elan aus der ersten Pause. Dass plötzlich mit zwei Spielern foregecheckt wurde, überraschte die Nauheimer. Dank der frühen Puckgewinne im gegnerischen Drittel kamen die Falken zu guten Chancen und zum zweiten Tor. Eine gewonnene Scheibe spielte Adam Brace mit viel Übersicht zum Sturmkollegen Richard Gelke, der mit einem Direktschuss das 2:1 (25.) erzielte. "Eigentlich war auch noch das 3:1 geplant", sagte Dahlem hinterher scherzhaft auf die Frage nach seinem taktischen Kniff.

Nach und nach zogen sich die Falken wieder etwas zurück, blieben aber bissig in den Zweikämpfen, so dass sich das Nauheimer Spiel kaum entfalten konnte. Die wenigen gefährlichen Situationen entschärfte Weitzmann, der spürbar an Sicherheit gewann und später sogar zum Spieler der Partie gewählt wurde. Hilfreich für das Spiel der Falken war zudem, dass sich das Team nach 40 Minuten noch keine einzige Strafzeit eingehandelt hatte.

Quäntchen Glück

Gleich drei Zwei-Minuten-Strafen gab es aber in den letzten 20 Minuten. Die erste nach 97 Sekunden gegen Kapitän Thomas Gödtel. Bad Nauheim erarbeitete sich mit einem Mann mehr auf dem Eis hochkarätige Chancen, aber Weitzmann, der nimmermüde Einsatz jedes einzelnen Spielers und ein Quäntchen Glück verhinderten ein Gegentor. Der Druck der Gäste nahm auch in Gleichzahl zu. Die Falken hangelten sich von Wechsel zu Wechsel, kamen kaum noch zu Entlastungsangriffen. Im Rückzugsverhalten agierten sie aber weiterhin ruhig und abgeklärt, so dass der Sieg nicht unverdient war.

 

Tor: Weitzmann, Holmgren; Abwehr: Haase-Gödtel; Baazzi-Bär, Hajek-Faber; Angriff: Gelke-Krüger-Brace, Fiedler-Forster-Gosdeck, Lewis-Eberhardt-Krull, Ketzler.

Tore: 0:1 (3.) Dineen, 1:1 (4.) Hajek, 2:1 (25.) Gelke.

Strafminuten: 6/2. Zuschauer: 1247.