2:3 gegen Freiburg: Schiedsrichter ist Buhmann der Falken-Fans

Eishockey  Die Heimserie unter Trainer Fabian Dahlem ist gerissen. Am Freitagabend verloren die Heilbronner Falken die vierte Partie in der Kolbenschmidt-Arena seit dem Trainerwechsel.

Von Andreas Öhlschläger

 Dem Vorletzten EHC Freiburg unterlag das DEL-2-Schlusslicht mit 2:3 (1:0,0:1,1:2). Mit drei Toren in Überzahl entschied der Aufsteiger aus dem Breisgau die Partie. In der entscheidenden Phase saßen die Falken zu oft auf der Strafbank. 

In der 17. Minute hatte Verteidiger Aziz Baazzi die Falken mit 1:0 in Führung geschossen. Ein überraschender Treffer aus spitzem Winkel. 

In der 23. Minute hätte David Vrbata nach einem leichtfertigen Scheibenverlust von Thomas Gödtel eigentlich das 1:1 erzielen müssen, aber Hannibal Weitzmann wurde zum Retter. Pech hatte der junge Goalie dann im anschließenden Unterzahlspiel beim Ausgleichstreffer von Vladimir Kames (25.). 

Die große Chance zur erneuten Führung vergaben die Falken, als sie mit zwei Mann mehr auf dem Eis waren. Mehrfach scheiterten sie mit Distanzkrachern (35.). Jonathan Boutin ist schon ein richtig guter Schlussmann. Da wäre mit spielerischer Klasse mehr möglich gewesen. In solchen Situationen fehlt Brad Schell besonders.
Aber auf ihren verletzten Offensivlenker müssen die Heilbronner bis zum Saisonende verzichten. Der EHC Freiburg musste in Heilbronn ohne seinen besten Torjäger klarkommen. Der Tscheche Pezr Haluza ist angeschlagen.

Gleich zu Beginn des Schlussabschnitts gab es ein zweites 5:3-Powerplay der Falken. Und diesmal hämmerte Kapitän Gödtel den Puck zum 2:1 ins Tor (42.).

Im Powerplay glich Freiburg jedoch schnell aus. Marc Wittfoth sorgte in der 45. Minute für das 2:2. Im Comeback-Spiel von Verteidiger Marco Schütz gab es dann kein Heilbronner Happy End.

In der phasenweise bissig geführten Partie wurde Vrbata in der 54. Minute zum Matchwinner. Freiburg hatte beim 2:3 zwei Mann mehr auf dem Eis. Schiedsrichter Tony Engelmann war der Buhmann der Falken-Fans: “Schieber!“

Am Sonntag (18.30 Uhr) geht es für die Falken in Ravensburg weiter. Die Oberschwaben verloren am Freitagabend mit 1:5 in Dresden. 


Falken- Freiburg 2:3 (1:0,0:1,1:2)
Tor: Weitzmann (Holmgren)
Abwehr: Bär, Baazzi - Gödtel, Haase - Faber, Hajek - Schütz
Angriff: Krüger, Gelke, Brace - Gosdeck, Forster, Fiedler - Lewis, Eberhardt, Krull - Ketzler
Tore: 1:0 (17.) Baazzi, 1:1 (25.) Kames, 2:1 (42.) Gödtel, 2:2 (45.) Wittfoth, 2:3 (54.) Vrbata
Zuschauer: 1432