Wanderweg durchs Kraftwerk bleibt

    ­ Von der Entscheidung über den Betrieb von Block I des Kernkraftwerks Neckarwestheim ist der Wanderweg durch das Gelände vorerst nicht betroffen. Der Bürgermeister der Gemeinde Neckarwestheim, Mario Dürr, sieht für eine Alternative zum Wegerecht der Fußgänger und Radfahrer das Land Baden-Württemberg in der Pflicht. „Wenn die Landesregierung etwas ändern will, erwarte ich, dass sie der Gemeinde sagt, wie man es machen soll“, sagte er.

    Das Wegerecht garantiert jedem freien Durchgang durch das Kraftwerksgelände, der von Neckarwestheim auf dem Uferweg entlang des Flusses ins benachbarte Gemmrigheim gelangen möchte oder umgekehrt.

    Passanten müssen am Tor klingeln und werden von Wachleuten durch das Areal eskortiert. Die Route führt auf 438 Metern durch den äußeren Sicherheitsbereich. Bei Bauarbeiten oder Sicherheitsbedenken kann der Weg gesperrt werden. Dies war etwa nach den Anschlägen vom 11. September 2001 der Fall.

    Die EnBW als Betreiberin des Gemeinschaftskraftwerks Neckar (GKN) hatte vor Jahren einen Alternativweg um das Gelände herum geprüft, jedoch keine Einigung mit Grundstückseigentümern erzielt. Für Fußgänger würde dies einen Umweg von mehreren Kilometern bedeuten. lsw
    12.03.2010