Dem Winter mit wohliger Wärme trotzen

Von Felix Rehwald

Dem Winter mit wohliger Wärme trotzen
Der Traum vieler Menschen: ein wohlig-warmes Kaminfeuer. Ein Ofen im Haus hilft, Heizkosten zu sparen und hat nebenbei noch einen ästhetischen Effekt. An kalten Tagen sind gemütliche Stunden vorprogrammiert.Foto: dpa 

Die meisten Menschen träumen von einem wohlig-warmen Kaminfeuer in den eigenen vier Wänden. Und so lassen sich immer mehr Hausbesitzer einen Kaminofen auch nachträglich einbauen. Die meisten wollen damit allerdings Heizkosten sparen.

Die Absatzzahlen für "häusliche Einzelfeuerstätten" sind nach Angaben des Industrieverbands Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) in Frankfurt steigend. Wurden im Jahr 2008 noch 301 000 Kamin- und Dauerbrandöfen verkauft, waren es 2009 schon 334 000. Hinzu kamen 65 000 Heiz- und Kamineinsätze, 22 000 Herde und 16 000 Pelletöfen.

Umweltfreundlich Die Vorteile eines Kaminofens liegen angesichts steigender Gas- und Ölpreise auf der Hand. "Mehr als 90 Prozent aller Öfen werden gekauft, um Heizkosten zu sparen", sagt Michael Pommer von der Do-it-Yourself-Academy (DIY) in Köln. Gerade im Herbst, wenn es noch nicht richtig kalt, an manchen Tagen aber schon recht ungemütlich ist, bietet sich die Ofenfeuerung an. Die Räume werden schnell warm, ohne dass schon die Heizung angeworfen werden muss. Hinzu kommt, dass Holzfeuer umweltfreundlich ist. Es wird dabei nur so viel CO2 freigesetzt, wie der Baum während seines Wachstums aufgenommen hat. Man bezeichnet die Verbrennung daher auch als CO2-neutral.

Grundsätzlich lässt sich dem DIY-Experten zufolge in jedes Haus nachträglich ein Kaminofen einbauen. Allerdings sind dabei je nach Haustyp Besonderheiten zu beachten. So sind in Neubauten, die nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) errichtet wurden, spezielle Öfen erforderlich. Sie müssen über einen externen Luftanschluss verfügen, da Energiesparhäuser quasi luftdicht sind, so Pommer. Irgendwo muss der zur Verbrennung nötige Sauerstoff ja herkommen. Gleiches gelte für Altbauten, die energetisch nach der EnEV saniert worden sind.

Auch wenn im Haus kein Schornstein vorhanden ist, an den ein Kaminofen angeschlossen werden kann, ist das kein Hinderungsgrund. Dann wird einfach ein doppelwandiges Edelstahlrohr außen an der Hauswand montiert und das Abgasrohr an den externen Schornstein angeschlossen.

Sicherheit Bevor jedoch die Wand aufgestemmt wird, sprechen Hausbesitzer besser mit ihrem Schornsteinfeger, empfiehlt Pommer. Denn der muss die Installation abnehmen und wird daher am besten von Anfang an in die Planungen einbezogen. Dabei sind zum Beispiel Brandschutzaspekte zu berücksichtigen, erläutert Andreas Kramer vom Zentralverband Deutscher Schornsteinfeger in Erfurt. Der Schornsteinfeger berät Hausbesitzer auch im Hinblick auf die Heizleistung. Maßgeblich für den erforderlichen Heizwert sind die Kubikmeterzahl der aufzuheizenden Räume und der persönliche Wärmebedarf, so der Experte. Wichtig ist, sich an die Empfehlung des Schornsteinfegers zu halten.

Für welchen Ofen sich Hausbesitzer auch entscheiden − er sollte die gültigen Emissionsvorschriften erfüllen, erklärt der HKI. Denn mit Inkrafttreten der überarbeiteten 1. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchV) im März 2010 dürfen neu installierte Kaminöfen nur noch bestimmte Mengen Feinstaub ausstoßen. Hausbesitzer sollten darauf achten, dass der Ofen typgeprüft ist und der Hersteller die Einhaltung der Din- und En-Normen garantiert.




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