Reizgas versprüht: 23 Schüler verletzt

Wertheim 

Zu einem Großeinsatz von Rettungskräften, Feuerwehr und der Polizei kam es am Mittwochmittag in Wertheim.

Kurz vor 12 Uhr wurde gemeldet, dass ein zunächst Unbekannter in einer Schule in Wertheim-Bestenheid Reizgas in der Mensa versprüht hatte und nun zahlreiche Schüler unter Atemwegsbeschwerden sowie Haut- und Augenreizungen leiden würden.

Auskunftsstelle für Eltern eingerichtet

Beim Eintreffen der Rettungskräfte befanden sich alle der rund 900 Schüler nach der Räumung des Schulgebäudes bereits im Freien. Die Rettungskräfte richteten eine Auskunftsstelle für die Eltern ein.

Mindestens zehn Rettungswagen aus der näheren Umgebung, sechs Notärzte sowie die Feuerwehr befanden sich im Einsatz und untersuchten die Kinder. 18 von insgesamt 23 Leichtverletzten wurden vorsorglich in umliegende Krankenhäuser gebracht.

13-Jähriger räumt Tat ein

Bisherigen Erkenntnissen zufolge befanden sich zur Tatzeit die Schüler der 6. bis 9. Klasse in der Mensa. Bei den polizeilichen Ermittlungen geriet nach ersten Zeugenbefragungen ein 13-jähriger Schüler in Verdacht, das Reizgas versprüht zu haben. Dies räumte er bei einer späteren Anhörung auch weitgehend ein.

Genauere Umstände sowie die Frage, wie der Junge in den Besitz des Gases kam, waren am Abend noch unklar. Die Ermittlungen dauern an.