Nach Feuer in Gymnasium - Unterricht soll verlegt werden

Mosbach 

Nach der Brandstiftung in einem Mosbacher Gymnasium geht die Stadt von einem Schaden von bis zu einer Million Euro aus. Zwei Tatverdächtige sind inzwischen ermittelt.

Nach der Brandstiftung am Nikolaus-Kistner-Gymnasium (NKG) in Mosbach sollen die Schüler schnellstmöglich wieder unterrichtet werden. „Wir brauchen Räume für mehr als 40 Klassen für eine Woche“, sagte Schulleiter Hans Happes dem SWR4 am Freitag. Es herrsche aber eine große Solidarität in der Stadt, erklärte er.

Laut einer Stadtsprecherin haben bereits mehrere andere Schulen und Einrichtungen angeboten, Räume zur Verfügung zu stellen. Es werde jetzt geprüft, wie der Schulbetrieb in dieser Ausnahmesituation am besten koordiniert werden könne, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa.

Unterdessen geht die Stadt von einem Schaden von bis zu einer Million Euro aus. Ein Teil der Schule sei nach dem Feuer vom Dienstag so schwer beschädigt und verrußt, dass er nahezu komplett entkernt werden müsse, sagte er.

Das Feuer war am frühen Dienstagmorgen ausgebrochen. Verletzt wurde niemand.

 

 

Bei den Verdächtigen handelt es sich laut Polizeiangaben um zwei 14-jährige Schüler des NKG als Tatverdächtige ermittelt werden. Einer der Schüler zeigte sich bereits geständig und gab schulische und persönliche Probleme als Tatmotiv an. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

„Wir sind noch mittendrin, es ist eine entscheidende Phase der Ermittlungen“, sagte ein Sprecher der Mosbacher Staatsanwaltschaft. „Sobald wir mehr sagen können, werden wir das tun.“

Auf die Spur der Jugendlichen waren die Ermittler durch einen Hinweis gekommen. Zudem fanden sich am Tatort Einbruchspuren sowie weitere Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Brandstiftung. red/lsw