Mit Bettlaken und Bettkasten aus Anstalt geflohen

Von dpa

Zwiefalten 

Es klingt wie eine Ganovengeschichte: Im Kreis Reutlingen sind am Samstagabend drei Männer aus einer psychiatrischen Anstalt geflohen. Ihre Fluchtwerkzeuge: ein Bettkasten und ein Bettlaken zum Abseilen.

Straftäter brechen aus
Mit dem Bettkasten durch die Wand: Durch dieses Loch in der Außenfassade des Zentrums für Psychiatrie in Zwiefalten entkamen drei Straftäter. Sie seilten sich aus dem zweiten Stock ab: Foto: dpa   Foto: Thomas Warnack (dpa)

Mit verknoteten Bettlaken und einem selbstgebauten Rammbock aus Bettkasten-Holz sind drei Männer aus einer Forensischen Psychiatrie geflohen. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, waren die Männer am Samstagabend aus dem zweiten Stock der Anstalt in Zwiefalten (Kreis Reutlingen) ausgebrochen. Sie hatten mithilfe von Bettkasten-Holz einen Rammbock gebaut und damit die alte Außenwand aus Ziegelsteinen durchbrochen. Anschließend seilten sie sich mit verknoteten Bettlaken aus dem zweiten Stock ab.

„Die Flüchtigen haben kein Interesse, in der Bevölkerung aufzufallen und wollen weiterhin unerkannt flüchten“, vermutete ein Sprecher der Polizei. Die Männer hielten sich vermutlich schon nicht mehr im direkten Umfeld von Zwiefalten auf. Die Polizei fahndete mit Hubschraubern und Einsatzkräften nach den Flüchtigen. Genaue Angaben über die Männer waren zunächst nicht bekannt. Die Forensische Psychiatrie in Zwiefalten behandelt suchtkranke Straftäter.