Zwei Personen verbrennen in ihren Autos auf der A6

Von Heike Kinkopf

Bad Rappenau/Kirchardt 

Auf der A6 bei Bad Rappenau ereignete sich in der Nacht auf Donnerstag ein schwerer Unfall. Zwei Menschen starben durch die Flammen in ihren Fahrzeugen. Nach einer stundenlangen Vollsperrung ist die A6 in Richtung Mannheim derzeit auf einer Spur befahrbar.

 

 

Gegen 23 Uhr kam es in der Nacht zu einem tragischen Verkehrsunfall auf der A6 zwischen den Anschlussstellen Bad Rappenau und Sinsheim-Steinsfurt. Ein Schwertransport war der Polizei zufolge in Richtung Mannheim unterwegs. Hinter dem Transporter fuhr ein Absicherungswagen.

An der Einfahrt zum Parkplatz Bauernwald standen beide Fahrzeuge auf dem Verzögerungsstreifen. Das Begleitfahrzeug hielt hinter dem Schwertransporter, der mit einem großen Bagger beladen war. Laut Zeugen hielt der Tross bereits eine Viertelstunde dort.

Aus unbekannten Gründen fuhr eine bislang noch nicht identifizierte Person mit einem Auto wahrscheinlich ungebremst gegen das Heck des Begleitfahrzeugs. Beide Fahrzeuge begannen zu brennen. Die Person in dem Auto, das auf das Absicherungsfahrzeug prallte, war offensichtlich eingeklemmt und verbrannte. Um was für eine Automarke es sich handelte, ist noch unbekannt.

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Motorblock aus Auto geschleudert

In dem Begleitfahrzeug für den Schwertransporter saßen laut Polizei zwei Frauen. Die Fahrerin wurde durch die Wucht des Aufpralls herausgeschleudert. Sie wurde mit schwersten Verletzungen vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gefahren. Sie schwebt in Lebensgefahr. Die Beifahrerin in diesem Wagen, ein Renault-Transporter, verstarb noch in dem Fahrzeug und verbrannte ebenfalls.

Durch den Aufprall wurde am Renault der Motorblock herausgerissen und auf den Schwertransport geschleudert. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen. Auch er kam ins Krankenhaus.

Da Zeugen an der Unfallstelle „Mama“-Rufe hörten, gingen die Einsatzkräfte zunächst davon aus, dass sich auch ein Kind in dem Auto befand. Da sich dies offensichtlich nicht bestätigte, suchte die Feuerwehr das Gelände in der Nähe der Unfallstelle ab, allerdings wurde auch dort kein Kind oder eine andere Person gefunden.

Vollsperrung in Richtung Mannheim

Die A6 war für einige Stunden in Fahrtrichtung Mannheim voll gesperrt. Am Morgen gab die Polizei zunächst einen der drei Fahrstreifen frei. Inzwischen ist nur noch die rechte Spur gesperrt. Verkehrsteilnehmer müssen mit Behinderungen rechnen.

Zur Klärung der Unfallursache wurde ein Sachverständiger hinzugezogen. Im Einsatz war die Freiwillige Feuerwehr Bad Rappenau mit 27 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen. Die Berufsfeuerwehr Heilbronn wurde hinzugezogen.  

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