Patient hat Feuer in Psychiatrie gelegt

    Wiesloch -

    Das Feuer im Psychiatrischen Zentrum Wiesloch (wir berichteten) hat der 51-jährige Patienten gelegt, der später bei dem Brand umgekommen ist. Es sei dem Mann gelungen, mit einem Einwegfeuerzeug das Bettzeug zu entzünden, obwohl er an dem Bett fixiert war, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Wie der Patient genau gestorben ist, soll die Obduktion klären.

    Das Feuer war in einem Zimmer des Krankenhausbereichs ausgebrochen. 
    Bei dem Brand hatten sich sieben Patienten und acht Pfleger eine Rauchgasvergiftung zugezogen, 26 Patienten mussten in andere Stationen verlegt werden.

    Bücher verbrannt

    Der 51-Jährige war erst am Abend vor dem Brand eingeliefert worden. Die Polizei hatte ihn wegen der Störung der Totenruhe festgenommen. Er hatte in den Tagen zuvor, vermutlich aus religiösem Wahn, Bücher auf dem jüdischen Friedhof in Wiesloch verbrannt.

    Bei der Aufnahme in die geschlossene Station der Intensivbehandlung seien ihm alle gefährliche Gegenstände abgenommen worden, erklärte die Sprecherin des Zentrums, Susann Roßberg. Dies gehöre zum Standard des Zentrums. „Uns ist unklar, wie der Patient in den Besitz eines Feuerzeugs kommen konnte.“ lsw

     



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