Faschingsgäste ins Krankenhaus eingeliefert

    Eppingen -

    Nach dem Besuch einer Faschingsveranstaltung im Eppinger Ortsteil Richen mussten in der Nacht zum Sonntag vier Personen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Wie die Polizei mitteilte, traten bei den Gästen Symptome auf, die den Verdacht erweckten, dass ihnen sogenannte K.o.-Tropfen verabreicht worden sein könnten.

    Zwei Frauen im Alter von 16 und 23 Jahren und zwei Männer im Alter von 22 und 41 Jahren litten unter starkem Zittern und Taubheitsgefühlen. Sie waren teilweise nicht ansprechbar.

    Blutprobe

    Neben einer etwaigen Betäubung durch K.o.-Tropfen kann übermäßiger Alkoholkonsum zu solchen Reaktionen führen und wird deshalb als Ursache nicht ausgeschlossen. Alle Vier wurden zur Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Dort wurde ihnen auch eine Blutprobe entnommen.

    Der Vorfall ereignete sich in der Richener Burgberghalle. Foto: Archiv/Plapp-Schirmer 
    Die Richener Narrenzunft Noctem ist Veranstalter der so genannten Drachennacht. „Die Polizei hat die Halle nach verdächtigen Personen abgesucht“, sagte der Vorsitzende Tobias Strouhal. Sie seien aber nicht fündig geworden.

    Das örtliche Rote Kreuz war mit sechs Einsatzkräften vor Ort und musste sich um elf Gäste kümmern. Vier der Besucher ging es deutlich schlechter. „Sie mussten in die Klinik“, berichtete Manuel Färber, einer der Helfer. Zu den näheren Umständen kann er mit Hinweis auf die laufende Ermittlung nichts sagen.

    Auflagen erfüllt

    Bei der Richener Verwaltung hat man mit Veranstaltungen der Narrenzunft nie negative Erfahrungen gemacht. „Die Veranstalter haben alle Auflagen erfüllt“, hieß es aus der Verwaltungsstelle.

    Die Kriminalpolizei Heilbronn hat die Ermittlungen aufgenommen. Personen, die etwas Verdächtiges beobachtet haben werden gebeten, sich bei der Kripo unter 07131 104-4444 zu melden. red/ah/jükü



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